Nachlese zu den FrauenFilmTagen 2009

|:Plakat der FrauenFilmTage 2009:|

Bereits zum sechsten Mal zeigten wir 2009 vom 26. Februar bis 5. März unter dem Titel

FrauenFilmTage 2009

internationale Spiel- und Dokumentarfilme zu ausgewählten frauenpolitischen Themen. Spielort war erstmalig das Filmhaus Kino am Spittelberg. Die Eröffnung fand im Haydn Kino statt.

Ebenfalls erstmalig war, dass die österreichische Nationalratspräsidentin, Frau Mag. Barbara Prammer, den Ehrenschutz übernommen hat.

Unser inhaltlicher Schwerpunkt lag im Jahr 2009 bei Afghanistan. Dieser wurde sehr gut vom Publikum angenommen, und auch die begleitenden Diskussionen zu den Filmen gestalteten sich überaus spannend. Viele ZuschauerInnen gaben bekannt, dass sie sich noch mehr Diskussionen wünschen würden.

Der erfolgreichste Dokumentarfilm der FrauenFilmTage 2009 war „Weiberleut”, ein Film über österreichische Bäuerinnen, die alleine den Hof bewirtschaften. Aufgrund des großen Andrangs zur Weltpremiere während der Festivalwoche organisierten wir für den 19. Mai 2009 einen Folgetermin im Filmcasino. Bei beiden Vorführungen gemeinsam erreichte der Film rund 280 BesucherInnen, was „Weiberleut” zum erfolgreichsten Dokumentarfilm der FrauenFilmTage 2009 macht.

Weitere Highlights 2009 waren unser Eröffnungsfilm, „Mataharis” von Icair Bollain, über drei spanische Detektivinnen, sowie „Die Widerständigen – Zeugen der Weißen Rose” über die Münchner Widerstandsbewegung und „Wer bist du dass du sprichst”, ein Film über Folter und staatliche Gewalt in der Türkei.

Auf großes Interesse stieß auch „Die dünnen Mädchen”. Der sensible Dokumentarfilm von Maria Teresa Camoglio behandelt das Problem Magersucht, weshalb auch viele Sozialarbeiterinnen um den Film anfragten, um ihn für ihre tägliche Arbeit einsetzen zu können. Ebenfalls gut besucht waren Bitch Academy von Alina Rudnitskaya und Shortcut to Justice von Daniel Burkholz und Sybille Fezer, ein Dokumentarfilm über die Selbstorganisation von indischen Frauen in Fällen von partnerschaftlicher Gewalt.

Auch einige Gästinnen durften wir dieses Jahr wieder in Wien begrüßen. So zum Beispiel die Co-Regisseurin von „Wer bist du, dass du sprichst”, Verena Frank. Frau Frank nahm auch an einem Podiumsgespräch teil, welches von Inge Schubert (ai Netzwerk Frauenrechte) erfolgreich moderiert wurde. Den Film „Die Widerständigen” begleitete Regisseurin Katrin Seybold zu den FrauenFilmTagen 2009. Im Gespräch erzählte sie dem interessierten Publikum von der langen Entstehungszeit des Filmes und vom Umgang mit den Traumata der Protagonisten.

Einzig der Film zum Thema Gewalt blieb hinter unseren Erwartungen zurück. „Nie mehr allein” von Regisseurin Uta Bodenstein über zwei Frauen, die seit Jahren gestalkt werden, war nur schwach besucht.

Erfreulich ist jedoch die gestiegene Gesamt-ZuschauerInnenzahl. Rund 1.350 BesucherInnen haben die FrauenFilmTage 2009 besucht und sich mit den Filmen und deren wichtigen Themen auseinandergesetzt, was einen Anstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Auch die Rückmeldungen zu den Filmen waren überaus positiv. 92 Prozent der Befragten zeigten sich „sehr zufrieden” mit den FrauenFilmTagen 2009.

Ein schöner Erfolg!

 

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