Filme 2011

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77 steps

Ibtisam Mara'ana, Israel 2009
Dokumentarfilm, 56 Min, Farbe, DVD, OmeU

Die palästinensisch israelisch muslimische Filmemacherin Ibtisam Mara'ana sucht eine Wohnung in Tel Aviv. Doch schon Ihr Vorname verrät ihre arabische Herkunft und nicht jeder ist bereit, sie als Mieterin zu akzeptieren. Ursprünglich sollte „77 Steps“ ein Film über Ibtisams Umzug von ihrem Heimatdorf Furadeis nach Tel Aviv werden. Eine Auseinandersetzung damit, dass sie ihr Leben nicht so lebt, wie es ihre Eltern gerne hätten. Eine Suche nach einer eigenen Identität.

Doch auf einer Nachbarschafts-Terrassenparty lernt sie den immigrierten jüdisch-kanadischen Yonatan kennen und die beiden werden ein Paar. So nimmt Ibtisam nicht nur ihre Identitätssuche sondern auch ihre Beziehung zu Yonatan genau unter die Lupe. Wie kann ein Zusammenleben funktionieren, in dem ein Feiertag für den einen Partner Freiheit und fröhliche Feierstimmung bedeutet - für den anderen aber den Verlust der Unabhängigkeit und die Fremdbesetzung? Ibtisam und Yonatan wollen ihre Herkunft betreffend keine Kompromisse eingehen und es trotzdem als Paar schaffen. Als arabisch-jüdisches Paar in Israel.

 

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Act of Dishonour

Nelofer Pazira, Afghanistan/ Kanada 2010
Spielfilm, 92 Min, Farbe, digiBeta, OmeU

In einem Dorf im ländlichen Afghanistan lebt Mena. Sie lebt in der Tradition des Dorfes und versteckt sich hinter den Lehmmauern in ihrem Hinterhof. Sie ersetzt ihrer Familie die früh verstorbene Mutter. Ein Verlobter, mit dem sie nur versteckt und nie direkt kommunizieren kann, ist auch schon ausgesucht.

Bald wird sie heiraten, und sie freut sich darauf. Doch dann begegnet ihr Mejgan, eine Exiliranerin, die mit einem kanadischen Filmteam ins Dorf gekommen ist. Sie überredet sie zu ein paar Auftritten ohne Schleier und löst – obwohl sie es gut meint – eine Erschütterung des Wertegefüges aus. Mena muss sogar die schwerste aller Strafen fürchten.

 

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Beauty Refugee

Claudia Lisboa, Brasilien/ Schweden 2009
Dokumentarfilm, 58 Min, Farbe, digiBeta, OmeU

Claudia Lisboas Bruder ist Schönheitschirurg in Belo Horizonte, Brasilien. Das hat es mit sich gebracht, dass sich 30 ihrer Familienmitglieder bereits mindestens ein Mal bei ihm operieren ließen. Die Mutter hat schon viele Liftings, Fettabsaugungen und eine Brustvergrößerung hinter sich. Der Vater hat sich die Augen machen lassen und lebt seit der Scheidung mit einer viel jüngeren Frau zusammen. Claudia selbst will nicht unters Messer und ist als „Beauty Refugee” vor Kommentaren wie „deine Brüste könntest du dir mal machen lassen” nach Schweden geflohen.

In diesem sehr persönlichen Film sucht Claudia Lisboa die Auseinandersetzung mit ihrer von Perfektionsstreben geprägten Kindheit und dem Schönheitswahn ihrer Familie.

 

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Chicas

Yasmina Reza, F 2010, Spielfilm, 84 Min, Farbe, 35mm, OmeU, Frankreich 2010
Spielfilm, 84 Min, Farbe, 35mm, OmeU

Als Vorlage zu ihrem ersten Spielfilm nutzte Yasmina Reza ihr eigenes Bühnenstück. Basierend auf „Ein spanisches Stück” entfaltet sich ein turbulentes Familientreffen: Die verwitwete Pilar stellt ihren erwachsenen Töchtern Aurelia und Nuria ihren jüngeren Geliebten vor, der auch noch ihr Hausverwalter ist. Den Töchtern ist die jugendliche Verliebtheit ihrer Mutter peinlich. Ihre Reaktion bringt die schon brüchige Familienidylle zum Kochen. Zudem sind die Töchter gerade selbst in ihre Beziehungen verstrickt. „Dieser Film”, sagte die Regisseurin in einem Interview, „gehört wohl zum Persönlichsten, das ich je gemacht habe”.

Yasmina Reza ist eine der meistgespielten französischen Autorinnen des Gegenwartstheaters. Ihre bekanntesten Stücke sind „Kunst”, „Drei Mal Leben” und „Der Gott des Gemetzels”.

 

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Der Weg ins Freie, Teil 1 und 2

Karin Brandauer, Österreich 1983
Spielfilm, 90 Min, Farbe, digiBeta, DF

Baron Georg von Wergenthin (Klaus Maria Brandauer) kann sich nicht so recht entscheiden, was er mit seinem Leben anfangen soll. Sehr gern hat er sie schon, die selbstbewusste Beamtentochter Anna Rosner (Krista Posch), aber heiraten will er sie doch nicht, auch wenn sie mittlerweile ein Kind von ihm erwartet. Und beruflich könnte er mehr Energie in seine Komponistenlaufbahn stecken, oder soll er doch Kapellmeister werden? In diesem Porträt der Wiener Bourgeoisie um 1900 ist das nicht die einzige Anspielung auf eine gewisse Unentschlossenheit der österreichischen Seele. Viel entschlossener ist da schon Anna, die ihr Kind nicht hergeben will, wie es um diese Zeit in solchen Situationen üblich war. Für uns eine vergangene Welt mit Salongesprächen über Sozialdemokratie, Zionismus und den letzten Gesellschaftsklatsch. Aber doch wirkt manches so vertraut, als hätte sich nichts verändert.

„Der Weg ins Freie” war Karin Brandauers erster großer Fernsehfilm und ist eine Literaturverfilmung des 1908 erschienenen, gleichnamigen Romanerstlings von Arthur Schnitzler. Brandauer wollte ihren Zweiteiler wie „die verblichene Fotografie einer blutleeren Gesellschaft” inszenieren. Der staubtrockene Humor lässt einem öfters ein Schmunzeln über die Lippen huschen.

 

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Die Lust der Frauen

Gabi Schweiger, Österreich 2011
Dokumentarfilm, 61 Min, Farbe, digiBeta, DF

„Die Lust der Frauen” erzählt vom sexuellen Begehren von Frauen gehobenen Alters mit unterschiedlichen Biographien und vom täglichen Kampf, diese gewonnenen Freiheiten aufrecht zu halten.

Ein Film über den Umgang mit dem eigenen, alternden Körper, aber auch über sexuelle Bedürfnisse. Sehr offen und erfrischend direkt wird über die Wünsche und Schwierigkeiten, die in den unterschiedlichen Paarkonstellationen zum Tragen kommen, gesprochen. Eine besondere Bedeutung hat der Aspekt der Überwindung gesellschaftlicher Schranken und kruder Moralvorstellungen, mit denen alle Protagonistinnen zu kämpfen haben.

Der Film erzählt von der mutigen Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung über den eigenen, alternden Körper: ein Thema, das uns alle einholen wird.

 

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Frauenzimmer

Saara Aila Waasner, Deutschland 2009
Dokumentarfilm, 74 Min, Farbe, digiBeta, DF

Was Christel, Paula und Karolina gemeinsam haben, ist eine nicht ganz gewöhnliche Lebensgeschichte. Alle drei Berliner Frauen haben erst im fortgeschrittenen Alter den Beruf der Prostituierten gewählt. Christel zum Beispiel ist geschieden. Sie begann mit 51, und ein Grund war ihre Überlegung: Wie komme ich in meinem Alter zu Sexualpartnern? Karolina hat nach dem Ende ihrer Ehe damit begonnen, sich mit der dominanten Seite ihrer Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Und Paula hat früher in der DDR einen Handwerksberuf erlernt. Jetzt ist sie Betreiberin eines kleinen Bordells.

In „Frauenzimmer” porträtiert die junge Regisseurin Saara Aila Waasner auf respektvolle und niemals voyeuristische Weise drei ältere Damen, die sich emanzipiert haben. Man kann sich mit ihnen über persönliche Erfolge freuen, erlebt sie beim Putzen und im Umgang mit ihren Enkelkindern.

So viel Normalität in einem Film über Prostitution hat man selten gesehen!

 

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Liebe Geschichte

Simone Bader und Jo Schmeiser, Österreich 2010
Dokumentarfilm, 98 Min, Farbe, 35mm, DF

Ein Film über die Nachwirkungen des Nationalsozialismus und der Shoah im Leben der weiblichen Nachkommen von TäterInnen und MitläuferInnen. Wie gehen Frauen in Österreich und Deutschland mit der Rolle ihrer Familie im Nationalsozialismus um? Was tun sie mit dem Wissen um deren Beteiligung an der Vernichtung der Juden und Jüdinnen? Wie setzen sie sich heute als Frauen und Feministinnen zu ihrer Familiengeschichte in Bezug? „Das Schweigen und das Nichtwissen ist die Volkskrankheit.” (Helga Hofbauer, Protagonistin).

Die Interviews im Film finden im öffentlichen, nur scheinbar neutralen Raum statt. Es sind historisch beladene Plätze, symbolisch und real. (Diagonale 2010)

 

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Marleneken

Karin Brandauer, Deutschland 1990
Spielfilm, 90 Min, Farbe, DVD, DF

1989, die Mauer ist gefallen, und die 50-jährige Marilena fährt mit dem Auto los, um ihre Verwandten in Ostdeutschland zu besuchen. Auf ihrer Fahrt hat sie viel Zeit, ihre Kindheits- und Jugenderinnerungen Revue passieren zu lassen: Der geliebte Opa Meissner erzählt der kleinen Marleneken das Märchen vom Machandelboom. Vor dem Geschäft muss man sich ewig lange anstellen. Bei Bombenwarnungen muss man immer in den Keller fliehen. Dann kommt die Furcht vor den Amerikanern und später vor der russischen Besatzung. Aber so böse sind die gar nicht, wie man es von den Verhaltensweisen der Erwachsenen annehmen müsste.

Mit ihrer Mutter kommt Marleneken nicht immer so gut klar. Diese findet, die kleine sei störrisch und hat eine bessere Beziehung zur älteren Schwester Marga. Der Vater kehrt nicht vom Krieg zurück. Er bleibt in der Ami-Zone und will sich von seiner Frau, die in der Russenzone lebt, scheiden lassen. Zwei Kinder alleine aufziehen zu müssen überfordert Marlenekens Mutter und so hat sie diese hauptsächlich hektisch brüllend und immer wieder über den Vater schimpfend in Erinnerung. Trotzdem macht sich die Mutter eines Tages mit ihren zwei Töchtern auf, um den Vater zurück zu gewinnen. Doch dort wo er jetzt wohnt, erwartet sie eine ungeahnte Überraschung.

Von Karin Brandauer fantastisch inszeniert wird in „Marleneken” sehr beeindruckend mit Farben und Bildstilen gespielt. Ganz besonders überzeugen die Kinderdarstellerinnen. Der Film erhielt 1990 den Bayerischen Fernsehpreis und 1991 die Goldene Kamera.

 

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Masarat

Terawi, Qaoud, Nasser-Eldin, Abu Ghoush, Palästina 2009
Dokumentarfilm, 56 Min, Farbe, DVD, OmeU

Die vier Kurzfilme der vier Regisseurinnen zeigen das Leben der palästinensischen Frauen aus verschiedenen Blickwinkeln. „Pomegranate Seeds” zeigt Frauen, die trotz physischer und sexueller Gewalt durch Familienmitglieder zu lange schweigen, „Far from Loneliness” widmet sich dem harten Leben von Bäuerinnen, die ihr Land nicht aufgeben wollen, „First Love” der ersten Liebe und dem Verhältnis zu den Eltern und „Samia” dem Kampf um Bildung für Mädchen.

 

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Thomas Horat

mittendrin

Salome Pitschen, Schweiz 2007
Dokumentarfilm, 89 Min, Farbe, OmdU

Was haben eine Managerin, eine kaufmännische Angestellte, eine Bäuerin, eine Imageberaterin und eine Yogalehrerin gemeinsam? Sie sind alle zwischen 30 und 40 und ihre biologische Uhr tickt unüberhörbar. Sie stehen vor existenziellen Fragen und Entscheidungen, die ihre berufliche und private Zukunft prägen.

Die Filmemacherin Salome Pitschen begleitet die fünf Frauen aus dem Raum Zürich 15 Monate lang in ihrem Alltag. Sie erforscht auf einfühlsame Weise deren Suche nach einem stimmigen Lebensweg – inmitten des Dschungels unzähliger Möglichkeiten, Modeströmungen und gesellschaftlicher Normen.

 

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My Tehran for Sale

Granaz Moussavi, Iran/ Australien 2009
Spielfilm, 95 Min, Farbe, digiBeta, OmeU

Marzieh ist eine selbstbewusste junge Frau. Sie ist Schauspielerin und lebt in Teheran. Eine moderne Iranerin, die unter den gegebenen politischen und sozialen Umständen dafür kämpft, sie selbst zu sein – leben, lieben und arbeiten im Untergrund und hinter verschlossenen Türen. Wie bei vielen jungen Menschen im Iran spielt das künstlerisch kreative Leben im Verborgenen. Marziehs künstlerisches Schaffen und ihr Freiheitsdrang erschweren ihren Alltag zusehends. Mit ihrer Beziehung zu Saman, einem Exiliraner, bietet sich für Marzieh die Möglichkeit, das Land zu verlassen, um ein selbst bestimmtes Leben ohne Angst zu führen.

„I always wanted to tell the story of my generation: the story of life of double standards, contrasting lessons at home and in school, a life of lies and pretence ...” Granaz Moussavi

 

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Pnina Feiler a Communist Nurse

Dalia Mevorach und Dani Dothan, Israel 2010
Dokumentarfilm, 71 Min, Farbe, DVD, OmeU

Ein Film über eine 85-jährige Kommunistin und Friedensaktivistin, die zusehen muss, wie die Welt, für die sie gearbeitet hat, langsam kollabiert. Das Kibbuz, in dem sie lebt, Yad Hannah, lebt nicht mehr die Ideologie, ihre Kinder haben Israel verlassen, und der Kapitalismus verdrängt den Sozialismus. Trotzdem engagiert sich Pnina mit der Energie einer jungen Frau, denn vielleicht wird die Revolution doch eines Tages gewinnen.

 

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Pomegranates and Myrrh (Al mor wa al rumman)

Najwa Najjar, Palästina/ Frankreich/ Deutschland 2009
Spielfilm, 95 Min, Farbe, 35mm, OmeU

Die Welt der jung verheirateten Tänzerin Kamar gerät aus den Fugen, als ihr Mann verhaftet und verurteilt wird. Sie spürt plötzlich Feindseligkeit und bleibt eine gewisse Zeit der Welt des Tanzens fern. Zurück im Tanzstudio begegnet sie Kais, dem neuen Choreografen, zu dem sie sich bald hingezogen fühlt. Sie ist sich über ihre Zukunft plötzlich im Unklaren und steckt in einem Zwiespalt.

Najwa Najjar spürt dem modernen Leben nach, das trotz aller Freiheiten doch von der Tradition bestimmt wird. Ist für Kamar eine Befreiung aus der Enge der Familie möglich, oder bleibt sie aus Treue bei ihrem Mann?

 

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PURE (Till det som ör vackert)

Lisa Langseth, Schweden 2010
Spielfilm, 96 Min, Farbe, 35mm, OmeU

Die junge Katarina, die aus zerrütteten Familienverhältnissen kommt, entdeckt die klassische Musik als ihre Leidenschaft. Die Musik hilft ihr, mit ihrem Leben fertig zu werden. Sie überredet ihren Freund, mit ihr in die Göteborger Philharmonie zu gehen. Während sie den Abend genießt, langweilt sich ihr Partner. Am nächsten Tag besucht sie das Konzerthaus und wird als eine Bewerberin für den Job einer Empfangsdame gehalten. Sie bekommt den Job und ist nun ihrer Musik nahe und auch dem Dirigent Adam, der bald auf das junge Mädchen mit der ungewöhnlichen Leidenschaft zu klassischer Musik aufmerksam wird.

Lisa Langseths Film basiert auf einem Theaterstück der Regisseurin, das 2004 sehr erfolgreich auf den dänischen Bühnen war.

Die brillante Darstellerin der Katarina, Alicia Vikander, ist Shooting Star der Berlinale 2011!

 

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Sidonie

Karin Brandauer, Österreich/ Deutschland 1990
Spielfilm, 88 Min, Farbe, digiBeta, DF

„Ich heiße Sidonie Adlersburg und bitte um Eltern.” Mit dieser Notiz versehen wird ein kleines Baby am 18. August 1933 vor dem Krankenhaus Steyr abgelegt. Josefa Breitner nimmt die kleine Sidonie als Pflegekind auf, obwohl ihr Mann gerade im Gefängnis sitzt und das Mädchen eine dunkle Hautfarbe hat. Bei den Breitners kann Sidonie eine glückliche Kindheit erleben, obwohl sie und die Familie oft mit Anfeindungen konfrontiert sind.

Mit einer sehr eindrücklichen und spannenden Bildsprache inszeniert Karin Brandauer die Geschichte über das Romakind Sidonie und über das „anders sein” in einer repressiven Gesellschaft. Immer wieder kommen symbolische Bilder vor, die nichts Gutes verheißen. Zum Schluss eine Abschiedsszene die einem, vor allem mit dem Wissen der Folgen, das Herz zerreißt.

„Sidonie” ist wohl einer der bekanntesten Filme von Karin Brandauer. Er steht für ihre meist gesellschaftskritischen Werke. Der Film basiert auf der akribisch recherchierten Erzählung „Abschied von Sidonie” des Autors Erich Hackl. Bei Sidonies Geschichte handelt es sich um eine wahre Begebenheit. Diesen Film sollte man sich auf der großen Leinwand nicht entgehen lassen!

 

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Stolen Dreams

Sandra Werneck, Brasilien 2010
Spielfilm, 85 Min, Farbe, 35mm, OmeU

Erzählt wird die Geschichte von drei jungen Mädchen aus den Favelas von Rio de Janeiro. Mit Gelegenheitsprostitution sichern sie das Überleben für sich und ihre Familien. Der Alltag ist hart, doch die Freundinnen haben Träume. Junger Mutterschaft und schwierigen Familienverhältnissen zum Trotz bewahren sie ihren Humor und versuchen, das Leben zu nehmen wie es ist. Sie treffen ihre Entscheidungen, feiern Feste und eine neue Liebe. Sie schwänzen Schule, um zum Strand zu gehen, und freuen sich über einen langersehnten mp3-Player.

Mit den Spielfilmen ”Little Book of Love” und „Possible Lovers” landete die Regisseurin Sandra Werneck nicht nur Kassenschlager, sondern gewann auch zahlreiche nationale und internationale Preise. Sie drehte sozial kritische Dokumentationen genauso wie „Cazusa, time doesn´t stop”, welcher als einer der erfolgreichsten brasilianischen Filme des Jahrzehnts gefeiert wird.

 

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The Reverse (Rewers)

Borys Lankosz, Polen 2009
Spielfilm, 96 Min, s/w, 35mm, OmdU

Sabina ist geradezu übermäßig schüchtern. Ihrer Sehnsucht nach einem Traummann können die von Mutter und Großmutter eingeladenen Heiratskandidaten nicht standhalten. Da rettet sie der mysteriöse Bronislav aus einer brenzligen Situation und lässt seine Verführungskünste spielen. Da rettet sie der mysteriöse Bronislav aus einer brenzligen Situation und er lässt seine Verführungskünste spielen. Eine Goldmünze mit dem eingravierten Wort „Liberty”, die vor dem Regime versteckt werden muss, schürt düstere Vorahnungen. Plötzlich lässt Bronislav seine Gentleman-Maske fallen und will, dass Sabina den Leiter des Verlages, in dem sie arbeitet, ausspioniert.

Ein Film Noire situiert in der Stalinzeit – an sich schon eine fantastische Idee. Hier gewürzt mit humoristischen Überspitzungen und „einer der komischsten Mordszenen der Filmgeschichte” (Welt Online).

Hauptdarstellerin Agata Buzek, Shooting Star der Berlinale 2010, war bereits mit dem Film „Valerie” bei den FrauenFilmTagen 2007 zu sehen.

 

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Évelyne Rompré

Twice a woman (2 fois une femme)

François Delisle, 2010, Spielfilm, 94 Min, Farbe, DigiBeta, OmeU, Kanada 2010
Spielfilm, 94 Min, Farbe, digiBeta, OmeU

Catherine wird von ihrem gewalttätigen Mann regelmäßig verprügelt. Als sie wieder einmal ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen muss, steckt ihr die Krankenschwester einen Zettel zu. Sie soll Unterstützung in Anspruch nehmen. Mit fremder Hilfe verlässt sie ihren Mann und beginnt fern von ihrer Familie mit ihrem Sohn ein neues Leben. Während sie sich langsam an das neue Leben gewöhnt und wieder Freude empfindet, kommt ihr Sohn mit der neuen Umgebung nicht zu Recht. Er schwänzt die Schule und versteckt sich hinter seiner DV-Kamera.

Das filmische Tagebuch einer Verwandlung mit allen Höhen und Tiefen der Befreiung aus Catherines gefährlicher Lebenssituation.

 

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W.A.R. Women Art Revolution

Lynn Hershman-Leeson, USA 2010
Dokumentarfilm, 83 Min, Farbe, DVD, EF

 

 

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