Einblicke in die FrauenFilmTage 2012

Where do we go now
// Opening

[Where do we go now]

Nadine Labaki, Frankreich/Libanon/Italien/ Ägypten 2011, 110 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, OmdU

Nadine Labakis neuer Film erzählt die Geschichte einer Gruppe libanesischer Frauen, die ihr von Landminen umgebenes Dorf vor den aufkeimenden Spannungen zwischen Christen und Muslimen schützen wollen und dabei auch vor unkonventionellen Mitteln nicht zurückschrecken. Viele Tote hat der Krieg bereits gefordert und mehr sollen es nach dem Willen der Frauen nicht werden. Nadine Labaki, bekannt durch ihren Film Caramel, versteht es mit viel Witz und Humor die schwierigen Verhältnisse in ihrer Heimat humorvoll zu verpacken.

„Where do we go now“, der in Toronto den Publikumspreis gewonnen hat, eröffnet die FrauenFilmTage 2012.

Liebesgrüße aus den Kolonien

Nathalie Borgers, Belgien/Frankreich 2011, 74 Min, Dokumentarfilm, Farbe, BetaSP, OmdU

Die Tochter eines belgischen Kolonialbeamten und einer ruandischen Frau, Susanne wurde 1926 geboren. Im Alter von 4 Jahren wurde sie von ihrem Vater von Afrika nach Europa gebracht, damit sie eine gute Bildung erhält. Sie ist, so sahen es die Leute in der Kolonialzeit, „eine Mulattin, die vor dem Negerschicksal gerettet wurde.“

Auf einem Familienfoto entdeckt die Regisseurin ihre farbige Tante, von der bisher sie nichts wusste. Der Film bricht das Schweigen über Susannes Geburt und Existenz in der Familie und begibt sich dabei tief in die Geschichte des Kolonialismus im Kongo und in Ruanda.

Nathalie Borgers, bekannt durch ihre Filme „Kronenzeitung: Tag für Tag ein Boulevardstück“ und „Frauenkarawane“ präsentiert im Rahmen der FrauenFilmTage 2012 ihren neuen Film als Österreichpremiere!


We need to talk about Kevin

the looook

Lynne Ramsay, USA/Großbritannien 2011, 112 Min, Spielfilm, Farbe, digital, OmdU

Die ehemalige Star-Abenteurerin Eva (gespielt von Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton) trägt eine schwere seelische Last. Grund ist ihr Sohn Kevin, der bereits als Baby eine eigenwillige Distanz zeigt, die es Mutter Eva schwer macht, Nähe aufzubauen. Während Vater Franklin (John C. Reilly) an seinem Sohn nichts Ungewöhnliches sieht, ist Eva besorgt über die mangelnde Empathie und seine Lust an Zerstörung.

Regisseurin Lynne Ramsay enthüllt erst nach und nach das Familiendrama, spannend und bewegend. Sie zeigt, wie die glückliche Familie in eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes schlittert.


 
  • Impressum
  • Copyright
  • Kontakt
  • Sitemap
Design: Julia Frey // www.freymueller.at    Realisierung: M-O-A // www.m-o-a.at