Alle Filme im Überblick
DF/EF - deutsche/englische Fassung
OmdU/OmeU - Original mit deutschen/englischen Untertiteln
adopted

Gudrun F. Widlok, Rouven Rech, Ghana/Deutschland 2010, 89 Min., Dokumentarfilm, Farbe, DVD, OmdU
Eine dokumentarische Utopie eines ungewöhnlichen kulturellen Austauschs. Afrikanische Großfamilien adoptieren europäische Erwachsene, die von ihren Familien entfremdet sind. Die Großfamilien in Ghana warten bereits mit Spannung auf die bevorstehende Zusammenführung mit ihren neuen Familienmitgliedern.
Der Film folgt drei EuropäerInnen, die durch die Organisation ADOPTED nach Ghana vermittelt wurden, erzählt von ihren Erwartungen, dem Prozess der Annäherung und von (un)vermeidbaren Missverständnissen.
Vorführung Mi. 7.3. 21:30 adopted
Amador

© Alamode Österreich
Fernando León de Aranoa, Spanien 2010, 112 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, OmdU
Yolanda, die illegal in Spanien lebt, bekommt eine Pflegestelle bei einem alten Mann: Amador. Mit dem Einkommen möchte sie den neuen Kühlschrank bezahlen, der für das Blumengeschäft ihres Partners notwendig ist. Doch der alte Mann stirbt viel zu früh und alleingelassen mit dem Toten entwickelt Yolanda einen skurrilen Plan, um doch noch zu ihrem Geld zu kommen.
Vorführung So. 4.3. 15:30 Amador
Blue Moon

Personale 2012 // Karina Ressler
Andrea Maria Dusl, Österreich 2002, 90 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, DF
Es ist die Liebe, die Johnny Pichler (Josef Hader) vom sicheren Westen tief in den Osten Europas treibt. Johnny, der stoische Geldbote, sucht Shirley, eine mysteriöse Blonde, die ihr Glück in Hotelzimmern verloren hat. Dabei findet er nur ihre Zwillingsschwester Jana, die Taxifahrerin, die von ihrer Vergangenheit im ukrainischen Lviv gefangen gehalten wird, und Ignaz (Detlev Buck), einen gestrandeten Ostdeutschen, der durch den Postkommunismus stolpert. Das Filmdebüt von Andrea Maria Dusl ist ein modernes Märchen über die Liebe zwischen Ost und West; ein Roadmovie in jene Länder, die jahrzehntelang vom Eisernen Vorhang verborgen waren.
Vorführung Fr. 2.3. 19:30 Blue Moon
Drei Frauen für Toni

Debütfilm
Johanna Bentz, Deutschland 2010, Dokumentarfilm, 60 Min, Farbe, DVD, DF
Strategien, den richtigen Partner oder die richtige Partnerin für’s Leben zu finden, gibt es in unserer Singlegesellschaft, wo doch die meisten auf der Suche sind, viele. Damit sie mit der Beziehungssuche endlich erfolgreich sind, machen Petra, Birgit und Brigitte eine Single- Pilgerfahrt zum Heiligen Antonius nach Padua, dem Schutzpatron der Suchenden. „Das ist nicht wirklich in, es halten einen viele für verrückt“, meint Petra, die keine für eine Nacht ist, sich aber in Vorbereitung auf „den Richtigen“ sexy SpitzenBHs näht. Der Legende nach soll der Segen des Heiligen Antonius innerhalb eines Jahres wirken. So leicht macht er es den Hoffenden aber nicht und ein Fazit dieses Filmes ist: „Man muss auch richtig beten!“
Vorführung Fr. 2.3. 17:30 Drei Frauen für Toni
Gangster Girls

© KINOKI
Personale 2012 // Karina Ressler
Tina Leisch, Österreich 2008, 79 Min, Dokumentarfilm, Farbe, 35mm, DF
Sie pendeln zwischen Heroinkick und Spielzeugpistolenüberfall, zwischen Kaufrausch und heulendem Elend. Sie lernen Englisch und Gefängnisjargon. Sie warten auf herein geschmuggeltes Ersatzglück und den nächsten Ausgang.
Im einzigen österreichischen Frauengefängnis Schwarzau teilen Drogenkurierinnen, Räuberinnen und Betrügerinnen Zellen und Liebessehnsucht, Wuzzeltabak und Duschgel. Sie träumen von ihren fernen Kindern oder von einem der jugendlichen Häftlinge aus der Justizanstalt für männliche Jugendliche Gerasdorf, die einmal in der Woche zu einem koedukativen Theaterworkshop ins Frauengefängnis gebracht werden.
Vorführung Sa. 3.3. 17:30 Gangster Girls
Hüllen

Debütfilm
Maria Müller, Schweiz 2010, 73 Min, Dokumentarfilm, Farbe, DVD, OmdU
Emel Zeynelabidin legt nach über 30 Jahren das Kopftuch ab und trennt sich von ihrem Mann, mit dem sie sechs Kinder hat, um eigene Wege zu gehen. Sie steht im Mittelpunkt dieses faszinierenden Porträts dreier Generationen Frauen einer Familie in Deutschland.
„Hüllen“ zeigt, wie die Familie mit diesen Veränderungen umgeht und wie sich Emel selbst mit den neuen, ungewohnten Erfahrungen zurechtfindet. Der Film zeichnet sich dadurch aus die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen: Da gibt es einen sanften, harmoniebedürftigen, strenggläubigen Ehemann, eine schicksalsergebene Mutter mit „wilder“ Vergangenheit, einen verehrten, bisweilen rücksichtslosen Vater, einen pragmatischen Teufelsaustreiber oder eine irritierte, verständnisvolle Tochter.
Vorführung Do. 8.3. 17:30 Hüllen
Ich heiße Ki (Ki)

Leszek Dawid, Polen 2011, 90 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, OmeU
Die junge Kinga, genannt „Ki“ verdient sich ihr Geld als Aktmodel, damit sie sich und ihren Sohn „Pio“ durchbringen kann. Der Vater des Kleinen kann nichts zum gemeinsamen Haushalt beisteuern und fühlt sich als Vater überfordert. Als die Situation eskaliert, sucht sich Ki eine neue Bleibe bei einer Freundin in deren Wohngemeinschaft. Innerhalb kurzer Zeit dominiert Ki mit ihren Wünschen und Bedürfnissen die Wohngemeinschaft. Auf ihrer Suche nach Geld, Unterstützung und persönlicher Freiheit fordert sie viel, zu viel in den Augen ihrer MitbewohnerInnen.
„Ich heiße Ki“ erhielt auf dem Filmfest Cottbus den Kritikerpreis der FIPRESCI-Jury und Roma Gasiorowska erhielt für ihre Rolle als Ki den Preis der besten Darstellerin.
Vorführung Di. 6.3. 19:30 Ich heiße Ki (Ki)
In Kooperation mit: ![[:Polnisches Institut:]](fileadmin/fft/img/orgs/Polnisches_Institut.jpg)
Just do it

„green action“
Emily James, Großbritannien 2011, 90 Min, Dokumentarfilm, Farbe, DVD, EF
„Just Do It“ ist ein mitreißender Dokumentarfilm über die Arbeit von UmweltaktivistInnen. Über den Lauf eines Jahres hat die Regisseurin Emily James verschiedene AktivistInnen durch sämtliche Höhen und Tiefen begleitet. So erfährt man, wie ein Kraftwerk am besten besetzt wird, welche Rechte verhafteten Protestierenden zustehen und dass partizipatorische Entscheidungsfindungen ihre Tücken haben.
„Just Do It“ ist ein Film, der Mut und Hoffnung macht, indem er zeigt, dass es Menschen gibt, die sich über die Zukunft dieses Planeten nicht nur Gedanken machen, sondern auch in Aktion treten um für ihre eigenen Visionen einzustehen.
Vorführung Fr. 2.3. 21:30 Just do it
In Kooperation mit:
![[:Rio+20:]](fileadmin/fft/img/orgs/Rio-20_K.jpg)
Liebesgrüße aus den Kolonien

Österreichpremiere
Nathalie Borgers, Belgien/Frankreich 2011, 74 Min, Dokumentarfilm, Farbe, BetaSP, OmdU
Die Tochter eines belgischen Kolonialbeamten und einer ruandischen Frau, Susanne wurde 1926 geboren. Im Alter von 4 Jahren wurde sie von ihrem Vater von Afrika nach Europa gebracht, damit sie eine gute Bildung erhält. Sie ist, so sahen es die Leute in der Kolonialzeit, „eine Mulattin, die vor dem Negerschicksal gerettet wurde.“
Auf einem Familienfoto entdeckt die Regisseurin ihre farbige Tante, von der bisher sie nichts wusste. Der Film bricht das Schweigen über Susannes Geburt und Existenz in der Familie und begibt sich dabei tief in die Geschichte des Kolonialismus im Kongo und in Ruanda.
Nathalie Borgers, bekannt durch ihre Filme „Kronenzeitung: Tag für Tag ein Boulevardstück“ und „Frauenkarawane“ präsentiert im Rahmen der FrauenFilmTage 2012 ihren neuen Film als Österreichpremiere!
Vorführung So. 4.3. 19:30 Liebesgrüße aus den Kolonien
Lourdes

Personale 2012 // Karina Ressler
Jessica Hausner, Österreich/Deutschland/ Frankreich 2009, 96 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, DF
Den Wallfahrtsort Lourdes stellte Jessica Hausner in den Mittelpunkt ihres Filmes, als Ort, der Wunder verspricht und Menschen durch Wasser und Segnung heilen soll. Auch die Protagonistin Christine, die an Multipler Sklerose leidet, fährt nach Lourdes, weniger, weil sie auf Heilung hofft, sie reist einfach gern. Neugierig aber distanziert verfolgt sie die Rituale der vielen Gläubigen. Schlussendlich wirkt das Wunder von Lourdes gerade bei ihr. Geheilt?
Der Film wurde vielfach international ausgezeichnet, u.a. bei den Filmfestspielen in Venedig 2009 mit dem renommierten FIPRESCI-Preis, mit dem Wiener Filmpreis 2009, Hauptdarstellerin Sylvie Testud als beste Darstellerin mit dem Europäischen Filmpreis 2010.
Vorführung Mi. 7.3. 19:30 Lourdes
Postadresse: 2640 Schlöglmühl

Personale 2012 // Karina Ressler
Egon Humer, Österreich 1990, 82 Min, Dokumentarfilm, Farbe, 16mm, (aus der Sammlung des Österreichischen Filmmuseums), DF
Das Portrait eines kleinen Dorfes, in dem es seit 1982 keine Arbeit mehr gibt, seit die Papierfabrik geschlossen wurde. Der Ort verwandelte sich in eine Geisterstadt mit 247 EinwohnerInnen, in dem schon lange niemand mehr Geld für die notwendigen Investitionen an Haus und Wohnung hat. Der Film verfolgt in Erzählungen den Zusammenbruch der Fabrik und damit auch der Wünsche und Hoffnungen der BewohnerInnen. Die allein gelassenen Menschen sprechen in diesem Film über ihre Erfahrungen voller Resignation und unartikuliertem Hass gegenüber den Mächtigen, die sie verraten und ihr Leben zerstört haben. Basis für diesen Film war die bekannte Sozialstudie „Die Arbeitslosen von Marienthal“.
Vorführung Di. 6.3. 17:30 Postadresse: 2640 Schlöglmühl
Revanche

© Lukas Beck
Personale 2012 // Karina Ressler
Götz Spielmann, Österreich 2008, 121 Min, Spielfilm, Farbe, 35 mm, DF
Alex arbeitet in Wien für den Bordellbesitzer Konecny. In dessen Bordell Cinderella arbeitet auch Tamara, eine ukrainische Prostituierte, die mit Alex ein geheimes Verhältnis hat. Beide wollen so bald wie möglich aus Wien weggehen und gemeinsam ein neues Leben anfangen und dafür benötigen sie Geld. Alex überredet Tamara zu einem Banküberfall. Als dieser scheitert und Tamara bei der Flucht erschossen wird, verkriecht sich Alex auf dem kleinen Bauernhof seines Großvaters. Dort begegnet ihm Susanne, die in ihrer Beziehung unglücklich ist, da sie kein Kind bekommen kann.
Götz Spielmanns Film über Schuld und Rache erhielt 14 Preise auf 36 Festivals und wurde 2009 für den Oscar für den besten ausländischen Film nominiert.
Vorführung Mo. 5.3. 21:30 Revanche
Sarabah

Maria Luisa Gambale, Gloria Bremer, Steven Lawrence, USA/Deutschland/ Senegal 2011, 60 Min, Dokumentarfilm, Farbe, DVD, OmeU
Die Rapperin und Aktivistin, Sister Fa ist für junge Frauen im Senegal eine Heldin und eine unerschrockene Kämpferin für soziale Veränderungen. Als Kind selbst Opfer von Genitalverstümmelung entschloss sie sich ihre Musik und Kraft zu nutzen, dass diese Verstümmelung nicht mehr durchgeführt wird. Der Film begleitet die leidenschaftliche und kreative Künstlerin in ihrem Heimatland.
Vorführung Mo. 5.3. 19:30 Sarabah
In Kooperation mit:
![[:die grüne bildungswerkstatt minderheiten:]](fileadmin/fft/img/orgs/Gruene_Bildungswerkstatt.png)
Seed Warriors

„green action“
Mirjam von Arx, Katharina von Flotow, Schweiz 2010, 89 Min, Dokumentarfilm, Farbe, DVD, OmdU
„Seed Warriors“ greift die Frage auf, welche Aussichten wir angesichts der sich bereits in Gang befindlichen Klimaerwärmung haben. Zwei Ansätze, die sich mit der bedrohten Artenvielfalt und der Ernährungssicherheit auseinandersetzen, präsentiert der Film.
Da gibt es einerseits die Saatgutbank im norwegischen Svalbard, wo Samenproben aus der ganzen Welt gelagert werden, um im Fall von Katastrophen eine Rücklage zu haben. Gleichzeitig experimentiert die Mais-Expertin Marianne Bänziger in Nairobi mit Maissorten, die auch bei ungünstigen Bedingungen noch hohe Erträge liefern.
Der Film besticht durch seine pragmatischen ProtagonistInnen, die mit Ruhe an Lösungen arbeiten, ohne die Dramatik der Lage zu verharmlosen.
Vorführung Mi. 7.3. 17:30 Seed Warriors
In Kooperation mit: ![[:Rio+20:]](fileadmin/fft/img/orgs/Rio-20_K.jpg)
Silent Snow

„green action“
Jan van den Berg, Pipaluk Knudsen-Ostermann, Niederlande 2011, 71 Min, Dokumentarfilm, Farbe, DVD, OmdU
Die Grönländerin Pipaluk Knudsen-Ostermann steht im Mittelpunkt dieses Films, der sich mit der zunehmenden Verschmutzung der Weltmeere beschäftigt. Auf einer Reise, die sie nach Tansania, Indien und Costa Rica führt, möchte sie die Ursachen für die Verschmutzung ergründen.
Besonders beeindruckt dabei die ruhige, unaufgeregte Art, die Pipaluk Knudsen-Ostermann bei ihren Recherchen an den Tag legt. Die Gespräche mit AktivistInnen und Betroffenen in den einzelnen Ländern finden auf gleicher Augenhöhe statt und sind von gegenseitigem Interesse geprägt. Lokale Probleme und die Suche nach Lösungen fügen sich so zu einem Bild der globalen Verflechtung zusammen. Und es wird deutlich, dass es mehr Parallelen zwischen dem Leben in der grönländischen Eiswüste und jenem in der tansanischen Savanne gibt, als man zunächst annehmen möchte.
Vorführung Mo. 5.3. 17:30 Silent Snow
In Kooperation mit: ![[:Rio+20:]](fileadmin/fft/img/orgs/Rio-20_K.jpg)
Tagaus, tagein

Richard Rossmann, Österreich 2011, 80 Min, Dokumentarfilm, Farbe, BetaSP, DF
„Der Tag, an dem ich aufhöre, bin ich tot.“ Seit dem Tod des Großvaters 1958 führt Richard Rossmanns Großmutter Thresl den Harhamhof – tagaus, tagein. Bald wird sie 100 Jahre alt. Für ihre Gäste ist sie die Herrin einer zeitlosen Welt. Doch nicht jedem gefällt die Art und Weise, wie sie den Harhamhof führt. Ihr Sohn Hans drängt sie seit Jahrzehnten zur Übergabe des Hofes. Thresl will davon jedoch nichts wissen. Ein Film über Heimat und Familie, über Willenskraft und die Würde des hohen Alters.
Vorführung So. 4.3. 17:30 Tagaus, tagein
The Look – Charlotte Rampling

© Angelina Maccarone
© 2011 PROUNEN FILM - TAG/TRAUM - Les Films d'Ici
Angelina Maccarone, Deutschland 2011, 94 Min, Dokumentarfilm, Farbe, 35mm, OmdU
Ein spannendes und sehenswertes Porträt der faszinierenden Schauspielerin Charlotte Rampling. In neun Kapiteln und Begegnungen teilt sie ihre persönliche Sichtweise zu Tod, Schönheit, Alter, Tabu, Begehren oder Liebe mit WeggefährtInnen und Vertrauten wie Peter Lindbergh, Paul Auster, ihrem Sohn Barnaby Southcombe oder Juergen Teller. Angelina Maccarone gelingt eine große Nähe zu Charlotte Rampling und damit eine große Intimität.
Regisseurin Angelina Maccarone („Fremde Haut“) verzichtet bewusst auf die gewohnt chronologische Aufmachung von Porträtfilmen und schafft mit den Spotlight-artigen Sequenzen eine starke Collage über die schillernde Stilikone (Kino.de).
Vorführung Do. 8.3. 19:30 The Look – Charlotte Rampling
The naked option

„green action“
Candace Schermerhorn, USA/Nigeria 2011, 75 Min, Dokumentarfilm, Farbe, DVD, OmeU
Hinter diesem ungewöhnlichen Filmtitel verbirgt sich ein spannender Dokumentarfilm über Widerstandskämpferinnen im Nigerdelta. „The Naked Option“ erzählt über die Auswirkungen der Umweltverschmutzung durch die Ölproduktion in einer Region, in der Umweltauflagen ignoriert werden und die lokale Bevölkerung in keiner Weise von dem Reichtum profitiert. Die Regisseurin begleitet Aktivistinnen wie Emem Okon, die auf dem Grassrootslevel das Empowerment der Frauen vorantreiben und sie über ihre Rechte aufklären.
Die solcherart gestärkten Frauen besetzen die Produktionsgelände und drohen als letztes Ressort ein kulturelles Tabu zu brechen – nämlich sich in der Öffentlichkeit auszuziehen – um den Ernst ihrer Lage zu verdeutlichen und ihre Forderungen durchzusetzen.
Vorführung Do. 8.3. 21:30 The naked option
In Kooperation mit: ![[:Rio+20:]](fileadmin/fft/img/orgs/Rio-20_K.jpg)
VIS-Kurzfilmprogramm

Filmstill „Pashmaloo / Hairy“
Österreichpremiere
VIS zu Gast bei den FrauenFilmTagen 2012
Das Programm beinhaltet eine großzügige Auswahl an Filmen von Frauen, die sich mit kulturellen, politischen Fragen und Identität auseinandersetzen. Zudem wird das Programm eine kleine Reise zum Kurzfilm sein, der bisher bei den FrauenFilmTagen nicht etabliert war. Musikvideo-ähnliche Arbeiten, dokumentarische Arbeiten, Spielfilme, Animation, Experimente und experimentelle Arbeiten treffen aufeinander. Mit den Filmen „Buenos Aires Recyclers“ und „Planet Z“ sind zwei Filme dabei, die sich von den starken Identitäts- und Genderfilmen abgrenzen, jedoch zu einer Genre-Diversität beitragen.
Buenos Aires Recyclers - Recyclers #2 (Österreichpremiere)
Nikki Schuster, Argentinien/Österreich 2011, 6 Min
Schuster animiert in ihrem neuesten Film Müll aus der argentinischen Metropole. „Buenos Aires Recyclers“ ist der zweite Teil ihrer Kunstfilmreihe „Recyclers“.
Féminin, Masculin (Feminine, Masculine)
Sadaf Foroughi, Iran/Südafrika 2007, 9 Min
In diesem Bus ist die iranische Welt verdreht: Frauen sitzen im vorderen, Männer im hinteren Teil des Fahrzeugs. Überraschung, Ärgernis, Diskussionen. Das alles wegen der Person am Steuer: der ersten Busfahrerin Teherans, die in dieser Doku porträtiert wird.
Eine Dokumentation über die Geschlechterrollen im Iran. An den strengen Regeln der iranischen Gesellschaft wird ein wenig gerüttelt.
Pashmaloo / Hairy (Österreichpremiere)
Ana Lily Amirpour, Iran/USA 2010, 17 Min
Farah ist ein Teenager aus den USA und ein bisschen wilder als Nilou, die im Iran aufgewachsen ist. Die Mädchen unternehmen einen Ausflug zu einem Hügel, wo sie in Ruhe Musik hören und allein sein wollen. Zwischen ihnen brechen Differenzen auf, als Farah zu erklären versucht, warum sich Frauen epilieren sollten.
Pour toi je ferai bataille (For You I Will Fight)
Rachel Lang, Belgien 2010, 21 Min
Den emotionalen Irrungen und Wirrungen der Adoleszenz geschuldete Haltlosigkeit lässt die junge Ana eine ungewöhnliche Entscheidung treffen: für den Militärdienst. Trotz des rauen Tons, der Erniedrigung und ähnlich Fragwürdigem, das die Grundausbildung mit sich bringt, scheint sie hier in gewisser Weise das zu finden, wonach sie sich sehnt.
Planet Z (Österreichpremiere)
Momoko Seto, Frankreich 2011, 9:30 Min
Irgendwo in den Weiten des Alls existiert der Planet Z. Er ist von Pflanzen bevölkert, und das Leben scheint harmonisch und schön. Doch die Idylle wird langsam von schmierigen Eindringlingen zersetzt.
Egodyston
Xenia Lesniewski, Deutschland 2009, 3 Min
Egodyston, auch Ich-Dystonie: Zustände, die von der jeweiligen Person als nicht eigentlich zu ihr gehörig wahrgenommen bzw. als fremd und störend erlebt werden. Mäandernd zwischen Musikvideo und Animationsexperiment beschäftigt sich Xenia Lesniewski in ihren poppigen und assoziativen Bildern mit der weiblichen Sexualität. Die Frau als Monstrum, als Kreuzung zwischen Schwan und Mensch, als Gefangene ihrer eigenen Sexualität.
Vorführung Sa. 3.3. 21:30 VIS-Kurzfilmprogramm
In Kooperation mit: ![[:VIS (Vienna Independent Shorts):]](fileadmin/fft/img/orgs/vis.png)
We need to talk about Kevin

Lynne Ramsay, USA/Großbritannien 2011, 112 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, EF (Format und Untertitelung geändert)
Die ehemalige Star-Abenteurerin Eva (gespielt von Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton) trägt eine schwere seelische Last. Grund ist ihr Sohn Kevin, der bereits als Baby eine eigenwillige Distanz zeigt, die es Mutter Eva schwer macht, Nähe aufzubauen. Während Vater Franklin (John C. Reilly) an seinem Sohn nichts Ungewöhnliches sieht, ist Eva besorgt über die mangelnde Empathie und seine Lust an Zerstörung.
Regisseurin Lynne Ramsay enthüllt erst nach und nach das Familiendrama, spannend und bewegend. Sie zeigt, wie die glückliche Familie in eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes schlittert.
Vorführung Sa. 3.3. 19:30 We need to talk about Kevin
Where do we go now

Eröffnungsfilm
Nadine Labaki, Frankreich/Libanon/Italien/ Ägypten 2011, 110 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, OmdU
Nadine Labakis neuer Film erzählt die Geschichte einer Gruppe libanesischer Frauen, die ihr von Landminen umgebenes Dorf vor den aufkeimenden Spannungen zwischen Christen und Muslimen schützen wollen und dabei auch vor unkonventionellen Mitteln nicht zurückschrecken. Viele Tote hat der Krieg bereits gefordert und mehr sollen es nach dem Willen der Frauen nicht werden. Nadine Labaki, bekannt durch ihren Film Caramel, versteht es mit viel Witz und Humor die schwierigen Verhältnisse in ihrer Heimat humorvoll zu verpacken.
„Where do we go now“, der in Toronto den Publikumspreis gewonnen hat, eröffnet die FrauenFilmTage 2012.
Vorführung Do. 1.3. 19:30 Where do we go now

![[:Netzwerk Frauenrechte AMNESTY International:]](fileadmin/fft/img/orgs/NWFrauenrechteAI.png)