Dokumentarfilme

DF/EF - deutsche/englische Fassung
OmdU/OmeU - Original mit deutschen/englischen Untertiteln

adopted


Gudrun F. Widlok, Rouven Rech, Ghana/Deutschland 2010, 89 Min., Dokumentarfilm, Farbe, DVD, OmdU 

Eine dokumentarische Utopie eines ungewöhnlichen kulturellen Austauschs. Afrikanische Großfamilien adoptieren europäische Erwachsene, die von ihren Familien entfremdet sind. Die Großfamilien in Ghana warten bereits mit Spannung auf die bevorstehende Zusammenführung mit ihren neuen Familienmitgliedern.

Der Film folgt drei EuropäerInnen, die durch die Organisation ADOPTED nach Ghana vermittelt wurden, erzählt von ihren Erwartungen, dem Prozess der Annäherung und von (un)vermeidbaren Missverständnissen.

 
Vorführung   Mi. 7.3.  21:30   adopted

Drei Frauen für Toni


Debütfilm

Johanna Bentz, Deutschland 2010, Dokumentarfilm, 60 Min, Farbe, DVD, DF 

Strategien, den richtigen Partner oder die richtige Partnerin für’s Leben zu finden, gibt es in unserer Singlegesellschaft, wo doch die meisten auf der Suche sind, viele. Damit sie mit der Beziehungssuche endlich erfolgreich sind, machen Petra, Birgit und Brigitte eine Single- Pilgerfahrt zum Heiligen Antonius nach Padua, dem Schutzpatron der Suchenden. „Das ist nicht wirklich in, es halten einen viele für verrückt“, meint Petra, die keine für eine Nacht ist, sich aber in Vorbereitung auf „den Richtigen“ sexy SpitzenBHs näht. Der Legende nach soll der Segen des Heiligen Antonius innerhalb eines Jahres wirken. So leicht macht er es den Hoffenden aber nicht und ein Fazit dieses Filmes ist: „Man muss auch richtig beten!“

 
Vorführung   Fr. 2.3.  17:30   Drei Frauen für Toni

Gangster Girls


© KINOKI

Personale 2012   // Karina Ressler

Tina Leisch, Österreich 2008, 79 Min, Dokumentarfilm, Farbe, 35mm, DF 

Sie pendeln zwischen Heroinkick und Spielzeugpistolenüberfall, zwischen Kaufrausch und heulendem Elend. Sie lernen Englisch und Gefängnisjargon. Sie warten auf herein geschmuggeltes Ersatzglück und den nächsten Ausgang.

Im einzigen österreichischen Frauengefängnis Schwarzau teilen Drogenkurierinnen, Räuberinnen und Betrügerinnen Zellen und Liebessehnsucht, Wuzzeltabak und Duschgel. Sie träumen von ihren fernen Kindern oder von einem der jugendlichen Häftlinge aus der Justizanstalt für männliche Jugendliche Gerasdorf, die einmal in der Woche zu einem koedukativen Theaterworkshop ins Frauengefängnis gebracht werden.

 
Vorführung   Sa. 3.3.  17:30   Gangster Girls

Hüllen


Debütfilm

Maria Müller, Schweiz 2010, 73 Min, Dokumentarfilm, Farbe, DVD, OmdU 

Emel Zeynelabidin legt nach über 30 Jahren das Kopftuch ab und trennt sich von ihrem Mann, mit dem sie sechs Kinder hat, um eigene Wege zu gehen. Sie steht im Mittelpunkt dieses faszinierenden Porträts dreier Generationen Frauen einer Familie in Deutschland.

„Hüllen“ zeigt, wie die Familie mit diesen Veränderungen umgeht und wie sich Emel selbst mit den neuen, ungewohnten Erfahrungen zurechtfindet. Der Film zeichnet sich dadurch aus die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen: Da gibt es einen sanften, harmoniebedürftigen, strenggläubigen Ehemann, eine schicksalsergebene Mutter mit „wilder“ Vergangenheit, einen verehrten, bisweilen rücksichtslosen Vater, einen pragmatischen Teufelsaustreiber oder eine irritierte, verständnisvolle Tochter.

 
Vorführung   Do. 8.3.  17:30   Hüllen

Just do it


„green action“

Emily James, Großbritannien 2011, 90 Min, Dokumentarfilm, Farbe, DVD, EF 

„Just Do It“ ist ein mitreißender Dokumentarfilm über die Arbeit von UmweltaktivistInnen. Über den Lauf eines Jahres hat die Regisseurin Emily James verschiedene AktivistInnen durch sämtliche Höhen und Tiefen begleitet. So erfährt man, wie ein Kraftwerk am besten besetzt wird, welche Rechte verhafteten Protestierenden zustehen und dass partizipatorische Entscheidungsfindungen ihre Tücken haben.

„Just Do It“ ist ein Film, der Mut und Hoffnung macht, indem er zeigt, dass es Menschen gibt, die sich über die Zukunft dieses Planeten nicht nur Gedanken machen, sondern auch in Aktion treten um für ihre eigenen Visionen einzustehen.

 
Vorführung   Fr. 2.3.  21:30   Just do it

In Kooperation mit: [:Die Grünen Frauen Wien:] [:Rio+20:]

Liebesgrüße aus den Kolonien


Österreichpremiere

Nathalie Borgers, Belgien/Frankreich 2011, 74 Min, Dokumentarfilm, Farbe, BetaSP, OmdU 

Die Tochter eines belgischen Kolonialbeamten und einer ruandischen Frau, Susanne wurde 1926 geboren. Im Alter von 4 Jahren wurde sie von ihrem Vater von Afrika nach Europa gebracht, damit sie eine gute Bildung erhält. Sie ist, so sahen es die Leute in der Kolonialzeit, „eine Mulattin, die vor dem Negerschicksal gerettet wurde.“

Auf einem Familienfoto entdeckt die Regisseurin ihre farbige Tante, von der bisher sie nichts wusste. Der Film bricht das Schweigen über Susannes Geburt und Existenz in der Familie und begibt sich dabei tief in die Geschichte des Kolonialismus im Kongo und in Ruanda.

Nathalie Borgers, bekannt durch ihre Filme „Kronenzeitung: Tag für Tag ein Boulevardstück“ und „Frauenkarawane“ präsentiert im Rahmen der FrauenFilmTage 2012 ihren neuen Film als Österreichpremiere!

 
Vorführung   So. 4.3.  19:30   Liebesgrüße aus den Kolonien

Postadresse: 2640 Schlöglmühl


Personale 2012   // Karina Ressler

Egon Humer, Österreich 1990, 82 Min, Dokumentarfilm, Farbe, 16mm, (aus der Sammlung des Österreichischen Filmmuseums), DF 

Das Portrait eines kleinen Dorfes, in dem es seit 1982 keine Arbeit mehr gibt, seit die Papierfabrik geschlossen wurde. Der Ort verwandelte sich in eine Geisterstadt mit 247 EinwohnerInnen, in dem schon lange niemand mehr Geld für die notwendigen Investitionen an Haus und Wohnung hat. Der Film verfolgt in Erzählungen den Zusammenbruch der Fabrik und damit auch der Wünsche und Hoffnungen der BewohnerInnen. Die allein gelassenen Menschen sprechen in diesem Film über ihre Erfahrungen voller Resignation und unartikuliertem Hass gegenüber den Mächtigen, die sie verraten und ihr Leben zerstört haben. Basis für diesen Film war die bekannte Sozialstudie „Die Arbeitslosen von Marienthal“.

 
Vorführung   Di. 6.3.  17:30   Postadresse: 2640 Schlöglmühl

Sarabah


Maria Luisa Gambale, Gloria Bremer, Steven Lawrence, USA/Deutschland/ Senegal 2011, 60 Min, Dokumentarfilm, Farbe, DVD, OmeU 

Die Rapperin und Aktivistin, Sister Fa ist für junge Frauen im Senegal eine Heldin und eine unerschrockene Kämpferin für soziale Veränderungen. Als Kind selbst Opfer von Genitalverstümmelung entschloss sie sich ihre Musik und Kraft zu nutzen, dass diese Verstümmelung nicht mehr durchgeführt wird. Der Film begleitet die leidenschaftliche und kreative Künstlerin in ihrem Heimatland.

 
Vorführung   Mo. 5.3.  19:30   Sarabah

In Kooperation mit: [:Die Grünen Frauen Wien:] [:die grüne bildungswerkstatt minderheiten:]

Seed Warriors


„green action“

Mirjam von Arx, Katharina von Flotow, Schweiz 2010, 89 Min, Dokumentarfilm, Farbe, DVD, OmdU 

„Seed Warriors“ greift die Frage auf, welche Aussichten wir angesichts der sich bereits in Gang befindlichen Klimaerwärmung haben. Zwei Ansätze, die sich mit der bedrohten Artenvielfalt und der Ernährungssicherheit auseinandersetzen, präsentiert der Film.

Da gibt es einerseits die Saatgutbank im norwegischen Svalbard, wo Samenproben aus der ganzen Welt gelagert werden, um im Fall von Katastrophen eine Rücklage zu haben. Gleichzeitig experimentiert die Mais-Expertin Marianne Bänziger in Nairobi mit Maissorten, die auch bei ungünstigen Bedingungen noch hohe Erträge liefern.

Der Film besticht durch seine pragmatischen ProtagonistInnen, die mit Ruhe an Lösungen arbeiten, ohne die Dramatik der Lage zu verharmlosen.

 
Vorführung   Mi. 7.3.  17:30   Seed Warriors

In Kooperation mit: [:Rio+20:]

Silent Snow


„green action“

Jan van den Berg, Pipaluk Knudsen-Ostermann, Niederlande 2011, 71 Min, Dokumentarfilm, Farbe, DVD, OmdU 

Die Grönländerin Pipaluk Knudsen-Ostermann steht im Mittelpunkt dieses Films, der sich mit der zunehmenden Verschmutzung der Weltmeere beschäftigt. Auf einer Reise, die sie nach Tansania, Indien und Costa Rica führt, möchte sie die Ursachen für die Verschmutzung ergründen.

Besonders beeindruckt dabei die ruhige, unaufgeregte Art, die Pipaluk Knudsen-Ostermann bei ihren Recherchen an den Tag legt. Die Gespräche mit AktivistInnen und Betroffenen in den einzelnen Ländern finden auf gleicher Augenhöhe statt und sind von gegenseitigem Interesse geprägt. Lokale Probleme und die Suche nach Lösungen fügen sich so zu einem Bild der globalen Verflechtung zusammen. Und es wird deutlich, dass es mehr Parallelen zwischen dem Leben in der grönländischen Eiswüste und jenem in der tansanischen Savanne gibt, als man zunächst annehmen möchte.

 
Vorführung   Mo. 5.3.  17:30   Silent Snow

In Kooperation mit: [:Rio+20:]

Tagaus, tagein


Richard Rossmann, Österreich 2011, 80 Min, Dokumentarfilm, Farbe, BetaSP, DF 

„Der Tag, an dem ich aufhöre, bin ich tot.“ Seit dem Tod des Großvaters 1958 führt Richard Rossmanns Großmutter Thresl den Harhamhof – tagaus, tagein. Bald wird sie 100 Jahre alt. Für ihre Gäste ist sie die Herrin einer zeitlosen Welt. Doch nicht jedem gefällt die Art und Weise, wie sie den Harhamhof führt. Ihr Sohn Hans drängt sie seit Jahrzehnten zur Übergabe des Hofes. Thresl will davon jedoch nichts wissen. Ein Film über Heimat und Familie, über Willenskraft und die Würde des hohen Alters.

 
Vorführung   So. 4.3.  17:30   Tagaus, tagein

The Look – Charlotte Rampling


© Angelina Maccarone
© 2011 PROUNEN FILM - TAG/TRAUM - Les Films d'Ici

Angelina Maccarone, Deutschland 2011, 94 Min, Dokumentarfilm, Farbe, 35mm, OmdU 

Ein spannendes und sehenswertes Porträt der faszinierenden Schauspielerin Charlotte Rampling. In neun Kapiteln und Begegnungen teilt sie ihre persönliche Sichtweise zu Tod, Schönheit, Alter, Tabu, Begehren oder Liebe mit WeggefährtInnen und Vertrauten wie Peter Lindbergh, Paul Auster, ihrem Sohn Barnaby Southcombe oder Juergen Teller. Angelina Maccarone gelingt eine große Nähe zu Charlotte Rampling und damit eine große Intimität.

Regisseurin Angelina Maccarone („Fremde Haut“) verzichtet bewusst auf die gewohnt chronologische Aufmachung von Porträtfilmen und schafft mit den Spotlight-artigen Sequenzen eine starke Collage über die schillernde Stilikone (Kino.de).

 
Vorführung   Do. 8.3.  19:30   The Look – Charlotte Rampling

The naked option


„green action“

Candace Schermerhorn, USA/Nigeria 2011, 75 Min, Dokumentarfilm, Farbe, DVD, OmeU 

Hinter diesem ungewöhnlichen Filmtitel verbirgt sich ein spannender Dokumentarfilm über Widerstandskämpferinnen im Nigerdelta. „The Naked Option“ erzählt über die Auswirkungen der Umweltverschmutzung durch die Ölproduktion in einer Region, in der Umweltauflagen ignoriert werden und die lokale Bevölkerung in keiner Weise von dem Reichtum profitiert. Die Regisseurin begleitet Aktivistinnen wie Emem Okon, die auf dem Grassrootslevel das Empowerment der Frauen vorantreiben und sie über ihre Rechte aufklären.

Die solcherart gestärkten Frauen besetzen die Produktionsgelände und drohen als letztes Ressort ein kulturelles Tabu zu brechen – nämlich sich in der Öffentlichkeit auszuziehen – um den Ernst ihrer Lage zu verdeutlichen und ihre Forderungen durchzusetzen.

 
Vorführung   Do. 8.3.  21:30   The naked option

In Kooperation mit: [:Rio+20:]

 

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