Filme zur Personale 2012   // Karina Ressler

DF/EF - deutsche/englische Fassung
OmdU/OmeU - Original mit deutschen/englischen Untertiteln

Blue Moon


Personale 2012   // Karina Ressler

Andrea Maria Dusl, Österreich 2002, 90 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, DF 

Es ist die Liebe, die Johnny Pichler (Josef Hader) vom sicheren Westen tief in den Osten Europas treibt. Johnny, der stoische Geldbote, sucht Shirley, eine mysteriöse Blonde, die ihr Glück in Hotelzimmern verloren hat. Dabei findet er nur ihre Zwillingsschwester Jana, die Taxifahrerin, die von ihrer Vergangenheit im ukrainischen Lviv gefangen gehalten wird, und Ignaz (Detlev Buck), einen gestrandeten Ostdeutschen, der durch den Postkommunismus stolpert. Das Filmdebüt von Andrea Maria Dusl ist ein modernes Märchen über die Liebe zwischen Ost und West; ein Roadmovie in jene Länder, die jahrzehntelang vom Eisernen Vorhang verborgen waren.

 
Vorführung   Fr. 2.3.  19:30   Blue Moon

Gangster Girls


© KINOKI

Personale 2012   // Karina Ressler

Tina Leisch, Österreich 2008, 79 Min, Dokumentarfilm, Farbe, 35mm, DF 

Sie pendeln zwischen Heroinkick und Spielzeugpistolenüberfall, zwischen Kaufrausch und heulendem Elend. Sie lernen Englisch und Gefängnisjargon. Sie warten auf herein geschmuggeltes Ersatzglück und den nächsten Ausgang.

Im einzigen österreichischen Frauengefängnis Schwarzau teilen Drogenkurierinnen, Räuberinnen und Betrügerinnen Zellen und Liebessehnsucht, Wuzzeltabak und Duschgel. Sie träumen von ihren fernen Kindern oder von einem der jugendlichen Häftlinge aus der Justizanstalt für männliche Jugendliche Gerasdorf, die einmal in der Woche zu einem koedukativen Theaterworkshop ins Frauengefängnis gebracht werden.

 
Vorführung   Sa. 3.3.  17:30   Gangster Girls

Lourdes


Personale 2012   // Karina Ressler

Jessica Hausner, Österreich/Deutschland/ Frankreich 2009, 96 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, DF 

Den Wallfahrtsort Lourdes stellte Jessica Hausner in den Mittelpunkt ihres Filmes, als Ort, der Wunder verspricht und Menschen durch Wasser und Segnung heilen soll. Auch die Protagonistin Christine, die an Multipler Sklerose leidet, fährt nach Lourdes, weniger, weil sie auf Heilung hofft, sie reist einfach gern. Neugierig aber distanziert verfolgt sie die Rituale der vielen Gläubigen. Schlussendlich wirkt das Wunder von Lourdes gerade bei ihr. Geheilt?

Der Film wurde vielfach international ausgezeichnet, u.a. bei den Filmfestspielen in Venedig 2009 mit dem renommierten FIPRESCI-Preis, mit dem Wiener Filmpreis 2009, Hauptdarstellerin Sylvie Testud als beste Darstellerin mit dem Europäischen Filmpreis 2010.

 
Vorführung   Mi. 7.3.  19:30   Lourdes

Postadresse: 2640 Schlöglmühl


Personale 2012   // Karina Ressler

Egon Humer, Österreich 1990, 82 Min, Dokumentarfilm, Farbe, 16mm, (aus der Sammlung des Österreichischen Filmmuseums), DF 

Das Portrait eines kleinen Dorfes, in dem es seit 1982 keine Arbeit mehr gibt, seit die Papierfabrik geschlossen wurde. Der Ort verwandelte sich in eine Geisterstadt mit 247 EinwohnerInnen, in dem schon lange niemand mehr Geld für die notwendigen Investitionen an Haus und Wohnung hat. Der Film verfolgt in Erzählungen den Zusammenbruch der Fabrik und damit auch der Wünsche und Hoffnungen der BewohnerInnen. Die allein gelassenen Menschen sprechen in diesem Film über ihre Erfahrungen voller Resignation und unartikuliertem Hass gegenüber den Mächtigen, die sie verraten und ihr Leben zerstört haben. Basis für diesen Film war die bekannte Sozialstudie „Die Arbeitslosen von Marienthal“.

 
Vorführung   Di. 6.3.  17:30   Postadresse: 2640 Schlöglmühl

Revanche


© Lukas Beck

Personale 2012   // Karina Ressler

Götz Spielmann, Österreich 2008, 121 Min, Spielfilm, Farbe, 35 mm, DF 

Alex arbeitet in Wien für den Bordellbesitzer Konecny. In dessen Bordell Cinderella arbeitet auch Tamara, eine ukrainische Prostituierte, die mit Alex ein geheimes Verhältnis hat. Beide wollen so bald wie möglich aus Wien weggehen und gemeinsam ein neues Leben anfangen und dafür benötigen sie Geld. Alex überredet Tamara zu einem Banküberfall. Als dieser scheitert und Tamara bei der Flucht erschossen wird, verkriecht sich Alex auf dem kleinen Bauernhof seines Großvaters. Dort begegnet ihm Susanne, die in ihrer Beziehung unglücklich ist, da sie kein Kind bekommen kann.

Götz Spielmanns Film über Schuld und Rache erhielt 14 Preise auf 36 Festivals und wurde 2009 für den Oscar für den besten ausländischen Film nominiert.

 
Vorführung   Mo. 5.3.  21:30   Revanche

 

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