Spielfilme

DF/EF - deutsche/englische Fassung
OmdU/OmeU - Original mit deutschen/englischen Untertiteln

Amador


© Alamode Österreich

Fernando León de Aranoa, Spanien 2010, 112 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, OmdU 

Yolanda, die illegal in Spanien lebt, bekommt eine Pflegestelle bei einem alten Mann: Amador. Mit dem Einkommen möchte sie den neuen Kühlschrank bezahlen, der für das Blumengeschäft ihres Partners notwendig ist. Doch der alte Mann stirbt viel zu früh und alleingelassen mit dem Toten entwickelt Yolanda einen skurrilen Plan, um doch noch zu ihrem Geld zu kommen.

 
Vorführung   So. 4.3.  15:30   Amador

Blue Moon


Personale 2012   // Karina Ressler

Andrea Maria Dusl, Österreich 2002, 90 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, DF 

Es ist die Liebe, die Johnny Pichler (Josef Hader) vom sicheren Westen tief in den Osten Europas treibt. Johnny, der stoische Geldbote, sucht Shirley, eine mysteriöse Blonde, die ihr Glück in Hotelzimmern verloren hat. Dabei findet er nur ihre Zwillingsschwester Jana, die Taxifahrerin, die von ihrer Vergangenheit im ukrainischen Lviv gefangen gehalten wird, und Ignaz (Detlev Buck), einen gestrandeten Ostdeutschen, der durch den Postkommunismus stolpert. Das Filmdebüt von Andrea Maria Dusl ist ein modernes Märchen über die Liebe zwischen Ost und West; ein Roadmovie in jene Länder, die jahrzehntelang vom Eisernen Vorhang verborgen waren.

 
Vorführung   Fr. 2.3.  19:30   Blue Moon

Ich heiße Ki (Ki)


Leszek Dawid, Polen 2011, 90 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, OmeU 

Die junge Kinga, genannt „Ki“ verdient sich ihr Geld als Aktmodel, damit sie sich und ihren Sohn „Pio“ durchbringen kann. Der Vater des Kleinen kann nichts zum gemeinsamen Haushalt beisteuern und fühlt sich als Vater überfordert. Als die Situation eskaliert, sucht sich Ki eine neue Bleibe bei einer Freundin in deren Wohngemeinschaft. Innerhalb kurzer Zeit dominiert Ki mit ihren Wünschen und Bedürfnissen die Wohngemeinschaft. Auf ihrer Suche nach Geld, Unterstützung und persönlicher Freiheit fordert sie viel, zu viel in den Augen ihrer MitbewohnerInnen.

„Ich heiße Ki“ erhielt auf dem Filmfest Cottbus den Kritikerpreis der FIPRESCI-Jury und Roma Gasiorowska erhielt für ihre Rolle als Ki den Preis der besten Darstellerin.

 
Vorführung   Di. 6.3.  19:30   Ich heiße Ki (Ki)

In Kooperation mit: [:Polnisches Institut:]

Lourdes


Personale 2012   // Karina Ressler

Jessica Hausner, Österreich/Deutschland/ Frankreich 2009, 96 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, DF 

Den Wallfahrtsort Lourdes stellte Jessica Hausner in den Mittelpunkt ihres Filmes, als Ort, der Wunder verspricht und Menschen durch Wasser und Segnung heilen soll. Auch die Protagonistin Christine, die an Multipler Sklerose leidet, fährt nach Lourdes, weniger, weil sie auf Heilung hofft, sie reist einfach gern. Neugierig aber distanziert verfolgt sie die Rituale der vielen Gläubigen. Schlussendlich wirkt das Wunder von Lourdes gerade bei ihr. Geheilt?

Der Film wurde vielfach international ausgezeichnet, u.a. bei den Filmfestspielen in Venedig 2009 mit dem renommierten FIPRESCI-Preis, mit dem Wiener Filmpreis 2009, Hauptdarstellerin Sylvie Testud als beste Darstellerin mit dem Europäischen Filmpreis 2010.

 
Vorführung   Mi. 7.3.  19:30   Lourdes

Revanche


© Lukas Beck

Personale 2012   // Karina Ressler

Götz Spielmann, Österreich 2008, 121 Min, Spielfilm, Farbe, 35 mm, DF 

Alex arbeitet in Wien für den Bordellbesitzer Konecny. In dessen Bordell Cinderella arbeitet auch Tamara, eine ukrainische Prostituierte, die mit Alex ein geheimes Verhältnis hat. Beide wollen so bald wie möglich aus Wien weggehen und gemeinsam ein neues Leben anfangen und dafür benötigen sie Geld. Alex überredet Tamara zu einem Banküberfall. Als dieser scheitert und Tamara bei der Flucht erschossen wird, verkriecht sich Alex auf dem kleinen Bauernhof seines Großvaters. Dort begegnet ihm Susanne, die in ihrer Beziehung unglücklich ist, da sie kein Kind bekommen kann.

Götz Spielmanns Film über Schuld und Rache erhielt 14 Preise auf 36 Festivals und wurde 2009 für den Oscar für den besten ausländischen Film nominiert.

 
Vorführung   Mo. 5.3.  21:30   Revanche

Sharayet – eine Liebe in Teheran


Maryam Keshavarz, Iran/USA/Frankreich 2011, 107 Min, Spielfilm, Farbe, digital, OmdU 

In der Öffentlichkeit passen sich die beiden Jugendlichen Atafeh und Shirin den strengen Regeln des öffentlichen Lebens in Teheran an, doch im Untergrund treffen sie sich mit anderen Jugendlichen auf geheimen Partys. Bisher bildete auch Atafehs liberale Familie einen Schutz gegen die Moralpolizei und ihre rigiden Vorschriften. Doch als ihr Bruder Mehran nach einem Drogenentzug zurückkehrt und seinen Halt mehr und mehr im religiösen Fundamentalismus findet, wächst der Druck auf die gesamte Familie. Atafehs Lebensstil wird von Mehran stark kritisiert und bald merkt er, dass sie und Shirin mehr als nur gute Freundinnen sind ...

“Sharayet” gewann 2011 den Audience Award am Sundance Film Festival.

 
Vorführung   Di. 6.3.  21:30   Sharayet – eine Liebe in Teheran

In Kooperation mit: [:Netzwerk Frauenrechte AMNESTY International:]

We need to talk about Kevin


Lynne Ramsay, USA/Großbritannien 2011, 112 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, EF (Format und Untertitelung geändert) 

Die ehemalige Star-Abenteurerin Eva (gespielt von Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton) trägt eine schwere seelische Last. Grund ist ihr Sohn Kevin, der bereits als Baby eine eigenwillige Distanz zeigt, die es Mutter Eva schwer macht, Nähe aufzubauen. Während Vater Franklin (John C. Reilly) an seinem Sohn nichts Ungewöhnliches sieht, ist Eva besorgt über die mangelnde Empathie und seine Lust an Zerstörung.

Regisseurin Lynne Ramsay enthüllt erst nach und nach das Familiendrama, spannend und bewegend. Sie zeigt, wie die glückliche Familie in eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes schlittert.

 
Vorführung   Sa. 3.3.  19:30   We need to talk about Kevin

Where do we go now


Eröffnungsfilm

Nadine Labaki, Frankreich/Libanon/Italien/ Ägypten 2011, 110 Min, Spielfilm, Farbe, 35mm, OmdU 

Nadine Labakis neuer Film erzählt die Geschichte einer Gruppe libanesischer Frauen, die ihr von Landminen umgebenes Dorf vor den aufkeimenden Spannungen zwischen Christen und Muslimen schützen wollen und dabei auch vor unkonventionellen Mitteln nicht zurückschrecken. Viele Tote hat der Krieg bereits gefordert und mehr sollen es nach dem Willen der Frauen nicht werden. Nadine Labaki, bekannt durch ihren Film Caramel, versteht es mit viel Witz und Humor die schwierigen Verhältnisse in ihrer Heimat humorvoll zu verpacken.

„Where do we go now“, der in Toronto den Publikumspreis gewonnen hat, eröffnet die FrauenFilmTage 2012.

 
Vorführung   Do. 1.3.  19:30   Where do we go now

 

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