Nachlese zu den FrauenFilmTagen 2012

|:Plakat der FrauenFilmTage 2012:|

Zum ersten Mal fand die Verleihung des Ehrenpreises der FrauenFilmTage statt. Er wird an Frauen vergeben, die sich seit langem im Hintergrund für das weibliche Filmschaffen einsetzen, FilmemacherInnen fördern und üblicherweise dafür keine Preise erhalten.

Die Preisverleihung fand am 1.3.2012 im voll besetzten Filmcasino in Kooperation mit Frauen-Arbeit-Film und FC Gloria statt. Die Laudatio hielt Dr.in Sabine Perthold (Medienwissenschaftlerin). In der Jury, die die Auswahl traf, waren für FC Glora Nina Kusturica (Regisseurin, Cutterin, Autorin und Produzentin und Mitbegründerin von Mobile Film), für Frauen-Arbeit-Film Dr.in Sabine Perthold (Medienwissenschaftlerin, Autorin), und für FrauenFilmTage Gabi Frimberger (Festivalleiterin).

Geehrt wurde Dr.in Maria Anna Kollmann, Geschäftsführerin des Dachverbandes Österreichischer Filmschaffenden.

Der Preis wurde gestaltet von der Künstlerin Vivien Schneider-Siemssen, gefördert wurde der Preis von Rechtsanwältin Doris Einwallner und Rechtsanwältin Dr.in Alexia Stuefer.

Die offizielle Eröffnung führte die Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek durch, die auch den Ehrenschutz übernommen hat.

Seit 2010 steht eine österreichische Filmschaffende im Rahmen einer Personale im Mittelpunkt. Die Personale 2012 widmeten die FrauenFilmTage der Editorin Karina Ressler, die auch persönlich zu drei Publikumsgesprächen anwesend war. Entsprechend ihrem reichhaltigen Filmschaffen zeigten wir insgesamt fünf Dokumentar- und Spielfilme. Im Rahmen der Personale zeigten wir auch „Postadresse:  2640 Schlöglmühl“ von Egon Humer und „Revanche“ von Götz Spielmann.

Als inhaltlichen Schwerpunkt gab es einige Filme, vorwiegend Dokumentationen zum Thema „Green Action“ über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesellschaft und insbesondere auf das Leben von Frauen.

Als internationale Premiere zeigten wir „The naked option“ von Candace Schermerhorn. Großes Interesse gab es für die Wienpremiere des neuen Films von Richard Rossmann „Tagaus, tagein“, einem Porträt seiner inzwischen 100-jährigen Großmutter, und für die Österreichpremiere des neuen Films von Nathalie Borgers „Liebesgruße aus den Kolonien“. Sie recherchierte das Leben ihrer Tante und begab sich auf eine Reise nach Ruanda.

Ein weiterer Höhepunkt der FrauenFilmTage 2012 war die Anwesenheit von Hip-Hopperin Sister Fa, die einen neuen Weg der Aufklärung gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) verfolgt. Mit ihrer Musik und ihren Texten will sie die Situation der Frauen in ihrer Heimat verbessern. Die Doku „Sarabah“ begleitet sie auf dieser Reise.

Die Filmauswahl und die GästInnen begeisterten das Publikum. Ausverkauft bzw. nahezu ausverkauft waren „Where do we go now“ von Nadine Labaki, unser Eröffnungsfilm, „We need to talk about Kevin“ von Lynne Ramsay, „Tagaus, tagein“ von Richard Rossmann, „Liebesgrüße aus den Kolonien“ von Nathalie Borgers, „Sarabah“ mit Sister Fa, „Sharayet – eine Liebe in Teheran“, „adopted“ von Gudrun F. Widlok und „The look – Charlotte Rampling“ von Angelina Maccarone.
Erstmalig kooperierten wir mit VIS – Vienna Independent Shorts. Die sechs Kurzfilme wurden kuratiert von Julia Fabrick und Alexandra Valent.

Mit dem Ergebnis der FrauenFilmTage 2012 waren wir sehr zufrieden. Rund 1.400 Besucherinnen und Besucher besuchten die FrauenFilmTage 2012 allein in Wien. Von unserem „grünen“ Schwerpunkt hätten wir uns aufgrund der Aktualität des Themas jedoch mehr ZuschauerInnen erwartet.

Danke an dieser Stelle an alle SponsorInnen, KooperationsparterInnen, FördergeberInnen und MedienpartnerInnen sowie an alle privaten UnterstützerInnen, die die FrauenFilmTage 2012 möglich machten.

Gabi Frimberger
Festivalleiterin

 

FOEFF - Forum Österreichischer Fimfestivals
  • Impressum  
  • Copyright  
  • Kontakt  
  • Sitemap  
  • Intern  
Design: Julia Frey // www.freymueller.at    Realisierung: M-O-A // www.m-o-a.at