Personale 2013   // Veronika Hlawatsch

HLAWATSCH Veronika © Veronika Hlawatsch

Statement Veronika Hlawatsch

Geräusche, die glücklich machen:

  1. Rascheln vom Laub des letzten Sommers im Wind,
  2. Das Tropfen eines tauenden Eiszapfens in der Sonne,
  3. Das sanfte Knirschen meiner Schritte im Schnee.

Überall um uns herum, lauert die Schönheit des Klanges.

Für diejenigen, die mit offenen Ohren durch die Welt gehen und sensibel auf Tonwellen reagieren, die uns permanent berühren, machen diese Luftzuckungen eine bereichernde Klangbegleitung im Alltagsleben aus. Kein Mp3 Player macht mir meine Lebensorchestrierung, sondern das sachte Quietschen der U-Bahntüren, das Kratzen der Schuhe am Metallgitter oder die beruhigenden Atemgeräusche des Gegenübers spielen mir zu jeder Zeit eine Symphonie.

Für mich heißt Filme zu vertonen den perfekten Ton zum jeweiligen Bild zu finden, der die gerade dargestellte Situation am besten unterstützt, und einen dramaturgischen Klangbogen für den ganzen Film zu erschaffen. Das geschieht in Mikro- und Makrobereichen. Zum Beispiel in der Feinheit des Findens der Sprachbalance, beim Vertonen eines Schrittes auf weichem Waldboden bis zur Konstruktion aufwendiger Tongemälde.

Was möchte ein Film erzählen und wie kann ich ihn auf der akustischen Ebene sinnlich aufladen?

Dieses Suchen, Finden, Zusammenbauen und Erschaffen von harmonischen und disharmonischen Klangelementen, die dem Film seine spezifische Klangfarbe geben, ist die Aufgabe der Sounddesignerin.

Vita

Seit 2001 als Sounddesignerin an international prämierten Spiel- und Dokumentarkinofilmen wie „Pas de repos pour les braves“ von Alain Guiraudie, „Fremde Haut“ von Angelina Maccarone, „Darwins Nightmare“ von Hubert Sauper, „Prater“ von Ulrike Ottinger, „Der Räuber“ von Benjamin Heisenberg“, „Tag und Nacht“ von Sabine Derflinger, „Michael“ von Markus Schleinzer, „Empire Me“ von Paul Poet und „Grenzgänger“ von Florian Flicker.

Auszeichungen

Österreichischer Filmpreis für die beste Tongestaltung 2011 für „der Räuber“ von Benjamin Heisenberg und 2012 für „Michael“ von Markus Schleinzer.

Die Filme

Tag und Nacht
Grenzgänger
Prater

 

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