Personale 2014   // Elisabeth Scharang

SCHARANG Elisabeth © Pamela Russmann

Vita

Die Personale der FrauenFilmTage 2014 ist der vielseitigen Film- und TV-Regisseurin, Drehbuchautorin und Moderatorin Elisabeth SCHARANG gewidmet.

Elisabeth Scharang ist in vielen Medien zuhause. Die Wienerin mit steirischen Wurzeln schreibt die Geschichten für ihre Filme selbst und kadriert die Bilder ihrer Dokumentarfilme nicht selten mit der eigenen Kamera. Sie macht mit ihrem genauen Blick vor allem gesellschaftspolitische Realitäten sichtbar. Ihre Filme zwingen zum Hinsehen. 

Frühberufen. Bereits nach Abschluss des Gymnasiums beginnt die journalistische Laufbahn Scharangs beim Radio, dann holt sie das Bild zu ihrer Erzählsprache dazu und führt Regie für unzählige TV-Reportagen und Dokumentationen. Der thematische Bogen dieser Arbeiten reicht vom Thema „Eltern vor Gericht“ über ein Porträt des ehemaligen Neonazis Ingo Hasselbach, von einer Dokumentation über das Novemberpogrom 1938 in Österreich bis hin zu Otto Mühls Kommune. Seit 1997 arbeitet Elisabeth Scharang als freie Regisseurin und Drehbuchautorin im Fernseh- und Kinobereich. 2005 inszeniert sie ihren ersten TV-Spielfilm „Mein Mörder“, dem 2010 der erste abendfüllen Kinospielfilm „Vielleicht in einem anderen Leben“ folgt, für dessen weibliche Hauptrolle Ursula Strauss den österreichischen Filmpreis erhielt.

Vielfach prämiert. Zwischen 2006 und 2011 wurde Scharangs Filmschaffen fast jährlich mit einem Preis belohnt. 2011 erhielt die Regisseurin den renommierten Axel-Corti-Fernsehpreis. Einer ihrer bekanntesten und mehrfach ausgezeichneten Fernsehfilme ist das Doku-Drama „Franz Fuchs - Ein Patriot“.

Scharangs Bekanntheitsgrad reicht  über die heimische Filmlandschaft hinaus. Ihre Stimme ist sowohl auf FM4 als auch auf Ö1 zu hören. Und auch im Radio sind es die Menschen und ihre Geschichten, für die sie sich interessiert. Elisabeth Scharangs multimediale Arbeit fungiert als Schnittstelle, so auch bei ihrem Dokumentarfilm „Tintenfischalarm“. Bei einer FM4-Radiosendung lernt sie in der Rolle der Moderatorin Alexi kennen, die erstmals öffentlich über ihre Intersexualität spricht. Aus dieser Begegnung wird ein fünf Jahre langes gemeinsames Filmprojekt, eine Suche nach Identität, während der die beiden Frauen sich befreunden und aus Alexi schließlich Alex wird. „Tintenfischalarm“ hatte 2006 bei der Berlinale Premiere und wird auch bei den FrauenFilmTagen 2014 gezeigt.

Aktuelle Projekte. Zur Zeit bereitet Elisabeth Scharang ihren zweiten Kinospielfilm vor, der im Herbst gedreht wird und sich der Geschichte des Dichters und Frauenmörders Jack Unterweger nähert. Außerdem kommt 2014 Scharangs neuer Dokumentarfilm ins Kino. Unter dem Titel „Kick Out Your Boss“ ruft die Regisseurin auf, dem krankmachenden Arbeitsalltag vieler Menschen Alternativen entgegen zu setzten. In einer 90minütigen Reise von Graz über Belgrad nach Brasilien bringt sie Bewegung in altbekannte hierarchische Strukturen.

Die Filme

Franz Fuchs – ein Patriot
Tintenfischalarm
Vielleicht in einem anderen Leben

 

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