FrauenFilmTage zum 80. Geburtstag  
// Helke Sander

Portrait von SANDER Helke © Beat Presser

Vita

Helke Sander, am 31.1.2017 80 Jahre alt geworden, ist Regisseurin und Autorin, war 1981–2001 Professorin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, und 1968 Mitbegründerin der neuen deutschen Frauenbewegung. Gemeinsam mit Regis­seurin Claudia von Aleman orga­ni­sierte sie 1973 das „1. Int. Frau­en­film­se­minar“ in Berlin, eigent­lich das erste deut­sche Frau­en­film­fes­tival mit 40 deut­schen Erst­auf­füh­rungen. 1974 grün­dete sie die Zeit­schrift „Frauen und Film“, die „einzige euro­päi­sche femi­nis­ti­sche Film­zeit­schrift“, deren Heraus­ge­berin, Redak­teurin und Autorin sie bis 1982 war (heute unter anderer Heraus­ge­ber­schaft in Frank­furt erscheinend).

Nach einem Lehr­auf­trag an der Hoch­schule für bildende Künste in Hamburg (1974–1975) sowie Film­se­mi­naren in verschie­denen west­deut­schen Städten drehte Helke Sander 1977 ihren ersten abend­fül­lenden Spiel­film „Die allseitig redu­zierte Persön­lich­keit – Redu­pers“, der sich mit der Zersplit­te­rung des Alltags befasst. Der Film bekam mehrere inter­na­tio­nale Preise. Mit „Nr.1– Aus Berichten der Wach– und Patrouillendienste“ holte Helke Sander 1984 den Goldenen Bären der Berlinale und das Filmband in Gold. Im Zentrum von Helke Sanders umfassendem Filmschaffen steht die Rolle der Frau in einer patriarchalen Gesellschaft.

Als Autorin setzt sich Helke Sander in ihrem Buch „Der letzte Geschlechtsverkehr“ mit den sexuellen Ansprüchen alternder Frauen und Männern humorvoll auseinander und in ihrem neuen Buch „Die Entstehung der Geschlechterhierarchie“ mit dem Geschlechterverhältnis, wie wir es kennen, als unbeabsichtigte Nebenwirkung sozialer Folgen der Gebärfähigkeit und des Fellverlusts.

www.helke-sander.de

Lesung

Helke Sander, Regisseurin und Autorin, Professorin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, Mitbegründerin der neuen deutschen Frauenbewegung 1968, liest aus ihrem neuen Buch

DIE ENTSTEHUNG DER GESCHLECHTERHIERARCHIE
Essays von Helke Sander.
 

Wie, wann und warum wurden Frauen zum zweiten Geschlecht? Über viele Jahrhunderttausende gab es in der sich entwickelnden Menschheit keine Geschlechterhierarchie. Jede und jeder sorgte für sich. Von einer »natürlichen« Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern kann keine Rede sein, sie ist erst das Ergebnis einer äußerst langen Entwicklungsgeschichte, an deren Anfang Lösungen standen, die hauptsächlich Frauen für neu entstandene und nur sie betreffende Probleme finden mussten. In faszinierenden Rückblenden zeigt Helke Sander, dass und wie das Geschlechterverhältnis, wie wir es kennen, als unbeabsichtigte Nebenwirkung sozialer Folgen der Gebärfähigkeit und des Fellverlusts entstand.

In Kooperation mit

Am Do. 9.3. um 19:00 in der Librería Utopía.

 

Film

Redupers - Die allseitig reduzierte Persönlichkeit

Den Film aus dem Westberlin der 1970er Jahre zeigen wir am Fr. 10.3. um 19:30 im Admiral Kino (tickets).

 

 

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