Alle Personalen

Seit 2010 wird im Rahmen der FrauenFilmTage eine erfolgreiche österreichische Filmemacherin mit Arbeiten aus ihrem Oeuvre vorgestellt – die Personale.


Personale
2018 // Lisa Oláh (Casting)
OLÁH Lisa

Personale 2018 // Lisa Oláh (Casting)

Vita

Die Personale der FrauenFilmTage 2018 widmen wir der Casterin Lisa Oláh, die in einer Reihe von österreichischen und internationalen Produktionen für die Auswahl der SchauspielerInnen verantwortlich zeichnet. Ihr Cast für Ruth Beckermanns DIE GETRÄUMTEN wurde ein großer Erfolg, der Film mit dem Großen Diagonale-Preis 2016 ausgezeichnet. Aktuelle Arbeiten sind LICHT für Barbara Albert, COPS für Stefan Lukacs und NEVRLAND für Gregor Schmidinger.

Die FrauenFilmTage zeigen zu gemeinsam ausgewählten Filmen Beispiele der Arbeit von Lisa Oláh: Castings mit Laien und SchauspielerInnen, spannende Findungsprozesse sowie die Arbeitsabläufe eines selten „beleuchteten“ Teils der Filmherstellung.

Interview

Die FrauenFilmTage stellten Lisa Oláh einige Fragen zu ihrer Arbeit als Casterin.

Wann beginnt deine Arbeit?

Eigentlich mit der Projektentwicklung. Nach dem Drehbuch bin ich das erste Department, das mit der Arbeit beginnt, oft ist das Drehbuch noch nicht ganz fertig.

Foto: © Stefan Oláh


Personale
2017 // Monika Buttinger (Kostümbild)
BUTTINGER Monika

Personale 2017 // Monika Buttinger (Kostümbild)

Vita

Die Personale der FrauenFilmTage widmen wir Kostümbildnerin Monika Buttinger und dem vielseitigen Thema Kostümbild. In über 50 Filmen hat Monika Buttinger im Laufe ihrer Karriere für die Kostümausstattung verantwortlich gezeichnet. Für ihre Arbeiten erhielt sie mehrere Auszeichnungen: den Max Ophüls Preis 2002 für „Vollgas“, 2011 für „Tag und Nacht“ (gemeinsam mit Veronika Albert) und 2013 für „Talea“ den Diagonalecostumeaward. Weitere Erfolge waren 2009 die Oscar-Nominierung von „Revanche“ als bester nicht englischsprachiger Film und 2016 die Nominierung für den Österreichischen Filmpreis für „Der Vampir auf der Couch“. Aktuell wurden die Arbeiten zu „L‘Animale“ von Katharina Mückstein und „Die Migrantigen“ von Arman T. Riahi abgeschlossen.

Die Filme

Was hat uns bloß so ruiniert
360
Der Vampir auf der Couch

Foto: © Christiano Tekirdali


Personale
2016 // Eva Testor (Kamera)

Personale 2016 // Eva Testor (Kamera)

Vita

Eva Testor studierte an der Universität für Musik und Darstellende Kunst bei Prof. Christian Berger, den sie 2015 in ihrem Dokumentarfilm „Lichttage, Lichtnächte“ porträtiert hat. Sie war als Studierende Teilnehmerin der schon legendär gewordenen Studienexkursionen „Lichtsegeln“, in deren Rahmen Christian Berger die Sinne schärft und Vorträge über Licht und Farbenlehre hält.

Eva Testors Arbeiten an der Filmakademie mit Jörg Kalt „Meine Mutter war ein Metzger“ und „Living in a Box“ wurden auf Filmfestivals mehrfach ausgezeichnet. Kolleginnen aus der Studienzeit und ersten Kameraarbeiten sind heute wieder Teil der Filmcrew, unter anderen Wegbegleiterin die Cutterin Niki Mossböck. Eine beständige Zusammenarbeit entwickelte sich auch mit den Regisseurinnen Mirjam Unger, Sabine Derflinger und Gabi Schweiger.

Aktuell wurden die Arbeiten zu „Vorstadtweiber“ (2. Staffel, Folge 5-10) unter der Regie von Sabine Derflinger abgeschlossen und der Spielfilm „Maikäfer flieg!“ von Mirjam Unger nach einem Buch von Christine Nöstlinger, der 2016 Premiere feiern wird.

Foto: © Petro Domenigg


Personale
2015 // Katharia Wöppermann (Production-Design)

Personale 2015 // Katharia Wöppermann (Production-Design)

Vita

»Was ich sehr an filmischer Arbeit schätze ist, dass ich in die Welt hinaus komme.«
(Katharina Wöppermann)

Seit Anfang der 1980er-Jahre beschäftigt sich Katharia Wöppermann mit der Gestaltung filmischer Räume – on location oder im Studio. Sie hat als junge Studentin bei einem Münchener Studentenprojekt das erste Mal Set-Luft geschnuppert. „Ein Sprung ins kalte Nass”, wie sie sagt, der sich gelohnt hat. Denn das damalige Filmteam stellte sich als hochkarätige Gruppe junger Filmschaffender heraus. Ihr Studium Bühnenbild schloss Wöppermann an der Universität für angewandte Kunst ab. Sie blieb jedoch dem Film treu – in absolut angewandter Form.

»Prinzipiell ist es gut, als Szenenbildnerin ein breites Repertoire zu haben, eine Handschrift entwickelt sich zumeist automatisch.«
(Katharina Wöppermann)

Die Filme

Amour fou – I am me
Im Kreise der Lieben (Amongst the loved ones )
Women Without Men

Foto: © Katharina Wöppermann


Personale
2014 // Elisabeth Scharang (Regie)

Personale 2014 // Elisabeth Scharang (Regie)

Die Personale der FrauenFilmTage 2014 ist der vielseitigen Film- und TV-Regisseurin, Drehbuchautorin und Moderatorin Elisabeth SCHARANG gewidmet.

Vita

Elisabeth Scharang ist in vielen Medien zuhause. Die Wienerin mit steirischen Wurzeln schreibt die Geschichten für ihre Filme selbst und kadriert die Bilder ihrer Dokumentarfilme nicht selten mit der eigenen Kamera. Sie macht mit ihrem genauen Blick vor allem gesellschaftspolitische Realitäten sichtbar. Ihre Filme zwingen zum Hinsehen.

Frühberufen. Bereits nach Abschluss des Gymnasiums beginnt die journalistische Laufbahn Scharangs beim Radio, dann holt sie das Bild zu ihrer Erzählsprache dazu und führt Regie für unzählige TV-Reportagen und Dokumentationen. Der thematische Bogen dieser Arbeiten reicht vom Thema „Eltern vor Gericht“ über ein Porträt des ehemaligen Neonazis Ingo Hasselbach, von einer Dokumentation über das Novemberpogrom 1938 in Österreich bis hin zu Otto Mühls Kommune. Seit 1997 arbeitet Elisabeth Scharang als freie Regisseurin und Drehbuchautorin im Fernseh- und Kinobereich. 2005 inszeniert sie ihren ersten TV-Spielfilm „Mein Mörder“, dem 2010 der erste abendfüllen Kinospielfilm „Vielleicht in einem anderen Leben“ folgt, für dessen weibliche Hauptrolle Ursula Strauss den österreichischen Filmpreis erhielt.

Die Filme

Franz Fuchs – ein Patriot
Tintenfischalarm
Vielleicht in einem anderen Leben

Foto: © Pamela Russmann


Personale
2013 // Veronika Hlawatsch (Sounddesign)

Personale 2013 // Veronika Hlawatsch (Sounddesign)

Statement Veronika Hlawatsch

Geräusche, die glücklich machen:

  1. Rascheln vom Laub des letzten Sommers im Wind,
  2. Das Tropfen eines tauenden Eiszapfens in der Sonne,
  3. Das sanfte Knirschen meiner Schritte im Schnee.

Überall um uns herum, lauert die Schönheit des Klanges.

Für diejenigen, die mit offenen Ohren durch die Welt gehen und sensibel auf Tonwellen reagieren, die uns permanent berühren, machen diese Luftzuckungen eine bereichernde Klangbegleitung im Alltagsleben aus. Kein Mp3 Player macht mir meine Lebensorchestrierung, sondern das sachte Quietschen der U-Bahntüren, das Kratzen der Schuhe am Metallgitter oder die beruhigenden Atemgeräusche des Gegenübers spielen mir zu jeder Zeit eine Symphonie.

Vita

Seit 2001 als Sounddesignerin an international prämierten Spiel- und Dokumentarkinofilmen wie „Pas de repos pour les braves“ von Alain Guiraudie, „Fremde Haut“ von Angelina Maccarone, „Darwins Nightmare“ von Hubert Sauper, „Prater“ von Ulrike Ottinger, „Der Räuber“ von Benjamin Heisenberg“, „Tag und Nacht“ von Sabine Derflinger, „Michael“ von Markus Schleinzer, „Empire Me“ von Paul Poet und „Grenzgänger“ von Florian Flicker.

Auszeichnungen

Österreichischer Filmpreis für die beste Tongestaltung 2011 für „der Räuber“ von Benjamin Heisenberg und 2012 für „Michael“ von Markus Schleinzer.

Die Filme

Tag und Nacht
Grenzgänger
Prater

Foto: © Veronika Hlawatsch


Personale
2012 // Karina Ressler (Filmschnitt)

Personale 2012 // Karina Ressler (Filmschnitt)

Die dritte Personale der FrauenFilmTage widmen wir der Editorin (Filmschnittmeisterin) Karina Ressler.

Vita

Karina Ressler arbeitet seit über 20 Jahren an international prämierten Spiel- und Dokumentarfilmen. Verantwortlich für die Montage war sie unter anderem für „Lourdes“ von Jessica Hausner, „Revanche“ von Götz Spielmann, „Schläfer“ von Benjamin Heisenberg, „Fallen“ von Barbara Albert, „Ein Augenblick Freiheit“ von Arash T. Riahi, „Tag und Nacht“ von Sabine Derflinger und „Empire Me“ von Paul Poet.

Ihre künstlerische Tätigkeit als Editorin beeindruckt durch ihre filmanalytische Kompetenz, ihre Begeisterung für anspruchsvolle Filmprojekte und ihre emotionale Nähe zu frauen- und gesellschaftspolitischen Themen.

Auszeichnungen

2010 erhielt Karina Ressler den Würdigungspreis des Landes Kärnten für elektronische Medien, Fotografie und Film, und 2011 für „Lourdes“ von Jessica Hausner den österreichischen Filmpreis für Schnitt.

Die Filme

Blue Moon
Gangster Girls
Lourdes
Postadresse: 2640 Schlöglmühl
Revanche

Foto: © Magdalena Blaszczuk


Personale
2011 // Karin Brandauer (Regie)

Personale 2011 // Karin Brandauer (Regie)

Die zweite Personale der FrauenFilmTage widmen wir der 1992 verstorbenen österreichischen Regisseurin Karin Brandauer.

Vita

Sie hat in den 1980er Jahren Fernsehgeschichte geschrieben und galt bei vielen Zuschauerinnen und Zuschauern als Garantin für niveauvolle Fernsehfilme.

Karin Brandauer hat in ihren Filmen meist ein gesellschaftspolitisches Anliegen verfolgt. Sie war eine genaue Beobachterin mit hohem Qualitätsanspruch und setzte ihre Filmprojekte mit großem Einfühlungsvermögen um.

Auszeichungen

Für ihren Film „Marleneken” wurde sie 1990 mit dem Bayerischen Fernsehpreis und 1991 mit der GOLDENEN KAMERA ausgezeichnet. 1991 erhielt Karin Brandauer auch den österreichischen Fernsehpreis ROMY.

Die Filme

Der Weg ins Freie
Marleneken
Sidonie

Foto: © Fam. Brandauer


Personale
2010 // Karin Berger (Regie)

Personale 2010 // Karin Berger (Regie)

Die erste Personale der FrauenFilmTage widmen wir Karin Berger, einer österreichischen Regisseurin und Autorin.

Vita

Seit Beginn ihres Filmschaffens in den 80er-Jahren ist Karin Berger eine kritische Filmschaffende, die Lebensgeschichten nachspürt und Frauen, deren Erfahrungen und Erlebnisse sonst in Vergessenheit geraten würden, als Zeitzeuginnen porträtiert.

Auszeichnungen

Für ihr Engagement wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. 1993 mit dem Käthe Leichter-Preis für ihre Frauengeschichte der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung, sowie 2005 mit dem Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Medienkunst (Sparte Dokumentarfilm).

Die Filme

Küchengespräche mit Rebellinnen
O! Fortuna!
Ceija Stojka
Tränen statt Gewehre
Kein Ort für Slowenen

Foto: © Karin Berger