

Film und Fernsehen sind breitenwirksame Medien, die Öffentlichkeit und Bewusstsein gleichermaßen schaffen können.
In Zusammenhang mit der Sensibilisierung für die Bedürfnisse der Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist die Funktion des medialen und kulturellen Fingerzeigs eine ganz bedeutsame.
Neben politischer Unterrepräsentanz prägen Einkommensschere und höhere Armutsgefährdung sowie gläserne Decken im beruflichen Aufstieg nach wie vor die Lebenssituation vieler Frauen.
Die FrauenFilmTage machen nun bereits zum sechsten Mal über eine Woche in vielfältiger Weise und mit internationalem Bezug auf die politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Problemlagen der Frauen aufmerksam.
Und wenn im Jahr 2009 der Schwerpunkt Afghanistan das Filmprogramm begleitet, dann sehe ich darin auch die Chance, die Frage der besonderen Situation von Frauen in Konflikt- und Krisenregionen zu thematisieren, dies zugleich aber auch mit der Herausforderung und Perspektive eines selbstbestimmten und diskriminierungsfreien Lebens zu verknüpfen.
Ich wünsche den FrauenFilmTagen 2009 viel Erfolg und allen voran ein interessiertes und zahlreiches Publikum.
Barbara Prammer
Präsidentin des Nationalrates