FrauenFilmTage
 

Spielfilme

 

Preisgekrönte Spielfilme aus unterschiedlichsten Regionen dieser Erde, von Iran bis Israel, von Deutschland bis Kanada, werden dieses Jahr im Rahmen der FrauenFilmTage zu sehen sein.

 

DF/EF - deutsche/englische Fassung
OmdU/OmeU - Original mit deutschen/englischen Untertiteln


32A

Marian Quinn, Irland/D 2007,
Spielfilm, 89 Min, Farbe, 35mm, OmdU

Dublin 1979. Die 13jährige Maeve Brennan besucht eine konservative katholische Schule. Ihre Freizeit verbringen sie und ihre Freundinnen damit, Jungs hinterherzuschauen und über BH-Größen zu spekulieren. Als ausgerechnet der Mädchenschwarm Brian ein Auge auf Maeve wirft, gerät ihr Leben aus den Fugen.

Das Erstlingswerk der Direktorin Marian Quinn erzählt humorvoll und mit Leichtigkeit die Schwierigkeiten beim Erwachsenwerden und zeichnet dabei ein genaues und detailgetreues Bild vom Irland der 70er-Jahre.

Alicia en el Pais

Esteban Larraín, Chile 2008,
Spielfilm, 86 Min, Farbe, DVD, OmeU

180 km Fußmarsch von Südbolivien nach Nordchile nimmt ein 13-jähriges Mädchen der Quechua-Indianer auf sich, um endlich Arbeit zu finden. Auf der langen und anstrengenden Wanderung durch die beeindruckende Landschaft Boliviens folgt ihr Esteban Larrains Kamera hautnah. Für das junge Mädchen ist dieser lange Marsch jedoch nicht nur die Suche nach Arbeit, sondern gleichzeitig auch eine Initiation und eine spirituelle Reise zu ihren kulturellen Wurzeln.

Endlich Witwe (Enfin Veuve)

Isabelle Mergault, Frankreich 2008,
Spielfilm, 97 Min, Farbe, 35mm, OmeU

Anne-Marie ist nicht allzu unglücklich, dass sie ihren Ehemann bei einem Autounfall verloren hat. Sie hofft nun endlich auf die erfüllte Beziehung zu ihrem heimlichen Geliebten Leo. Doch da hat sie die Rechnung ohne ihre fürsorgliche Familie gemacht, die alles daran setzt, Anne-Marie seelischen Beistand zu leisten. Plötzlich sitzt sie noch tiefer in der Falle, als zuvor…

Nach ihrem Erfolg mit „Sie sind ein schöner Mann”, bringt Isabelle Mergault mit „Endlich Witwe” nun eine wunderbar leichte Komödie mit Witz und Charme auf die Leinwand.

Gold diggers

Sally Potter, England 1983,
Spielfilm, 89 Min, s/w, 35mm, EF

Sally Potter hinterfragt in ihrem ersten Spielfilm die Werte der Gesellschaft, die Beziehung von Geld und Wirtschaft und verbindet sie mit einem Exkurs über die Rolle der Frau als Ikone und Objekt. Im Kern handelt der Film von zwei Frauen unterschiedlicher Herkunft – Celeste und Ruby. Die beiden werden zu Freundinnen und machen Front gegen die Bürokratie und die Vorherrschaft der Wirtschaft.

In einer der Hauptrollen Julie Christie.

Sally Potters eigenwillige Ton- und Bildmontage und ihre Experimentierfreudigkeit wird von KritikerInnen ebenso gelobt wie kritisiert.

Mataharis

Iciar Bollain, Spanien 2007,
Spielfilm, 100 Min, Farbe, 35mm, OmeU

Der Film begleitet drei Detektivinnen in Madrid bei ihrer Arbeit. Im Zuge ihrer Recherchen entdecken sie nicht nur unangenehme Neuigkeiten für ihre Klienten, sondern auch Geheimnisse in ihrem eigenen Leben.

Eva (Najwa Nimri) ist nach ihrer Schwangerschaft wieder in das Berufsleben eingestiegen. Ihre unregelmäßigen Arbeitszeiten mit der Familie zu Hause zu koordinieren, fällt ihr nicht leicht, aber aufgeben möchte sie keinesfalls. Carmen (Nuria González) ist unabhängig und stark und ihr Job füllt sie anscheinend aus. Inés (Maria Váquez), die jüngste im Team, hat einen spannenden Auftrag mit Prestige übernommen. Dass sie nur benutzt wird, ändert ihre Sicht der Dinge. Was wie eine einfache Genregeschichte beginnt, entpuppt sich als eine spannende Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen: Arbeit, Freundschaft, Partnerschaft.

Regisseurin Iciar Bollain gehört mit ihren Spielfilmen zu sozialkritischen Themen zu den wichtigsten spanischen RegisseurInnen. Ihr mehrfach prämierter Film „Te doy mis ojos” war 2005 bei den FrauenFilmTagen zu sehen.

Osama
• Schwerpunkt Afghanistan

Siddiq Barmak, Afghanistan 2003,
Spielfilm, 83 Min, Farbe, 35mm, OmdU

Die Protagonistin versucht, als Junge verkleidet zum Lebensunterhalt von Mutter und Großmutter beizutragen. In eine Jungenschule geschickt, wird es immer schwieriger für sie, ihr Geschlecht zu verheimlichen. Als ihre Verkleidung schließlich doch entdeckt wird, muss sie vor das Scharia-Gericht. Dort wird ihr zwar die Todesstrafe erlassen, doch das Gericht beschließt, sie mit einem alten Mullah zu verheiraten.

Pora Umierac (Time to die)

Dorota Kedzierzawska, Polen 2007,
Spielfilm, 104 Min, s/w, 35mm, OmeU

Die alte Dame Aniela bewohnt ihre Herrschaftsvilla mit ihrem lebhaften Hund. Sie könnte ein beschauliches Leben voll Erinnerung leben, wären da nicht ihre neureichen Nachbarn, die den Besitz gerne erwerben möchten: „Nicht alles ist käuflich”, so Aniela. Ihr Sohn sieht das allerdings anders, doch er hat die Rechnung ohne seine willensstarke Mutter gemacht – ihr Haus gibt Aniela trotz ihres Alters nicht einfach auf.

Eine herausragende schauspielerische Leistung von Schauspiellegende Danuta Szaflarska. Der Film erhielt mehrfach Auszeichnungen am Polish Film Festival.

Wendy and Lucy

Kelly Reichardt, USA 2008,
Spielfilm, 80 Min, Farbe, 35mm, OmdU

Wendy ist mit ihrem alten Auto und ihrem Hund Lucy auf dem Weg nach Alaska, um Arbeit zu suchen. Sie lebt billig und schläft in ihrem Auto. Als sie eines Tages beim Diebstahl einiger Dosen Hundefutter erwischt wird, ist das der Beginn einer Pechsträhne.

Kelly Reichardt, die mit ihrem Film „Old Joy” einen Festivalerfolg landete, zeigt in ihrem neuen Film, wie schnell der soziale Abstieg ohne Geld und ohne festen Wohnsitz vor sich geht. In der Hauptrolle zu sehen: Michelle Williams.

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