

Zum dritten Mal zeigten wir heuer unter dem Titel FrauenFilmTage 2006 "Frauenwelten" spannende, berührende und witzige Einblicke in das Leben von Frauen verschiedener Gesellschaften und Kontinente. Rund 1.700 BesucherInnen waren ausgesprochen begeistert von der Auswahl der Spiel- und Dokumentarfilme.
Die umfangreiche Vorbereitung und die sorgfältige Planung wurden auch durch den Umstand belohnt, dass sich die internationale (Film-)Gemeinschaft des Themas Vergewaltigung im Krieg und ihre Folgen angenommen und kurz vor dem Start der FrauenFilmTage unseren Eröffnungsfilm "Grbavica" mit dem Goldenen Bären der Berlinale 2006 ausgezeichnet hat.
Mit diesem herausragenden Film eröffneten wir unter großem Medieninteresse am 2.3.2006 die "FrauenWelten". Zu Gast in Wien waren neben der Regisseurin Jasmila Zbanic auch die Hauptdarstellerin Mirjana Karanovic, die Produzentin Barbara Albert, Coop99 sowie MitarbeiterInnen der Produktionsmannschaft aus Österreich.
Besonders viel Interesse wurde neben "Grbavica" auch den Filmen "Fremde Haut" von Angelina Maccarone, "Et Sheaava Nafshi (Keep not Silent)" von Ilil Alexander und "Zohre & Manouchehr (Tabous)" von Mitra Farahani entgegengebracht. Besonders gut besucht waren auch "In the Land of Milk and Money" von Susan Emshwiller, die in Wien mit dem Hauptdarsteller Chris Coulson zu Besuch war, "Born into Brothels" von Zana Briski und Ross Kauffman sowie "Yes" von Sally Potter. Zu "Unser America" hatten wir die Regisseurin Kristina Konrad zu Gast, die über ihre Erlebnisse in Nicaragua damals und heute berichtete. Mit am Podium Eleonore Köck, die über ihre Erfahrung in den Frauenprojekten in Nicaragua sprach. Zum Musikfilm "Maria Bethania" freuten wir uns, den Regisseur Georges Gachot in Wien begrüßen zu können, der Einblick in die beeindruckende Persönlichkeit der Künstlerin gab.
Bei einigen Filmen führten wir auch Gespräche mit dem Publikum. Zu "Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern" hatten wir Eva Kalivodova aus Prag zu Gast, die zum Leben der Schriftstellerin Bozena Nemcova im Umfeld der damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse referierte. Zu "Fremde Haut" sprach ai-NW Frauen über die menschenrechtliche Situation im Iran, und zu "Les Petites Couleurs" informierte Romeo Bissuti von White Ribbon Österreich über die Zielsetzung der Kampagne und ließ seine Erfahrungen in der Männerberatungsstelle einfließen. Zum Film "Adelante Muchachas" diskutierten wir mit Isabel Hochstöger vom Österreichischen Fußballbund über den Stand des Frauenfußballs in Österreich, Heidi Thaler von FairPlay-vidc referierte zu Sport in der Entwicklungspolitik und Christina Buder von der Frauensolidarität informierte über die Kampagne gegen Zwangsprostitution im Umfeld der WM 2006 in Deutschland. Zum Kurzfilm "Laura" gaben die Regisseurin SI.SI. Klocker und die Hauptdarstellerin Beate Foltin Einblick in die Sexarbeit im Minutentakt.
Wir danken allen, die uns während dieser Woche begleitet haben. Dabei waren einige treue ZuschauerInnen, die täglich ins Filmcasino kamen, um unsere "guten Filme", wie sie sagten, zu sehen. Danke auch an dieser Stelle wieder an alle SponsorInnen, KooperationspartnerInnen, FördergeberInnen und MedienpartnerInnen sowie allen privaten UnterstützerInnen, die die FrauenFilmTage 2006 "Frauenwelten" möglich machten.
Wir eröffneten die FrauenFilmTage 2006 "FrauenWelten" am 2.3.2006 um 19 Uhr mit dem Film Grbavica - Ein Film von Jasmila banic
In Grbavica, einem Stadtteil von Sarajewo, hütet die allein erziehende Esma mit aller Macht ein Geheimnis vor ihrer 12-jährigen Tochter: sie ist das Ergebnis von Massenvergewaltigungen in den Kriegsgefangenenlagern. Hauptdarstellerin: Mirjana Karanovic („The Powder Keg”, „Underground”, „When Father was Away on Business”).
Wettbewerbsfilm um den Goldenen Bären auf der Berlinale 2006.
Gäste waren:
JASMILA BANIC - Drehbuchautorin und Regisseurin.
MIRJANA KARANOVIC - Hauptdarstellerin und bekannt aus ihren Rollen in den Filmen von Emir Kusturica.
BARBARA ALBERT - Produzentin und auch bekannt als Regisseurin und Autorin sowie Mitbegründerin der Filmproduktion "Coop 99".
DF/EF - deutsche/englische Fassung,
OmdU/OmeU - Original mit deutschen/englischen Untertiteln
Erika Harzer, Honduras/Deutschland 2004, 60 Min., DVD, Dokumentarfilm, OmdU
Adelante Muchachas! erzählt die Geschichte von vier jungen Frauen aus Tegucigalpa, der Hauptstadt Honduras. Seydi, Wendy, Cristel und Kenia leben in sehr unterschiedlichen Lebenswelten, doch eines haben sie gemeinsam: Alle spielen leidenschaftlich gern Fußball.
Der Film begleitet die vier Mädchen, und sie erzählen uns ihre Geschichten. Sie zeigen uns ihr Zuhause, ihre Schulen oder ihre Universitäten und die wenigen Plätze, wo sie mit ihren Freundinnen ihre Freizeit sicher verbringen können. Dabei spielt für alle der Fußball eine zentrale Rolle.
Barbara Kopple, Marijana Wotton, Bob Eisenhardt, USA 2004, 90 Min. Beta SP, Dokumentarfilm, EF
Molly Bingham, Marie Colvin, Janine DiGiovanni, Mary Rogers und May Ying Welsh haben eines gemeinsam: Sie sind Irak-Korrespondentinnen, Kamerafrau, Fotografin und absolute Profis in einer klassischen Männerdomäne.
Oscar-Preisträgerin Barbara Kopple schildern sie ihre gefährliche Arbeit und ihre Erlebnisse, den Umgang mit der Gefahr, aber auch ihre persönlichen Wünsche und Lebenspläne.
Zana Briski, Ross Kauffman, USA/Indien 2004, 85 Min., DVD, Dokumentarfilm, OmeU
Der Film gibt Einblick in die verborgene Welt der Prostituierten und deren Kinder in Kalkutta. Zana Briski, eine New Yorker Fotografin, bringt diesen Kindern das Fotografieren bei und versucht mit viel Engagement, ihnen eine bessere Zukunft zu geben. Dabei entdeckt sie richtige Talente, aber schaffen die Kinder den Weg aus den Slums von Kalkutta?
Oscar 2005 als bester Dokumentarfilm, sowie viele weitere internationale Preise.
Yesim Ustaoglu, Deutschland/Frankreich/Türkei/Griechenlad 2004, 92 Min., 35 mm, Spielfilm, OmdU
Ayshe fühlt sich alleine und verlassen, als ihre ältere Schwester stirbt. Die alte Frau beginnt sich von den Menschen in ihrem Dorf zu distanzieren. Ayshes merkwürdiges Verhalten löst Gerüchte unter den Dorfbewohnern aus. Mit der Ankunft des Fremden, Tanasis, kommen weitere Verdächtigungen auf, und Ayshes jahrelang gehütetes Geheimnis kommt ans Licht.
Yesim Ustaoglu: In WAITING FOR THE CLOUDS hätte die Figur Ayshe nicht ihre wahre ethnische Identität über 50 Jahre lang verbergen müssen, wenn sie in einer toleranten Gesellschaft leben würde.
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Dagmar Knöpfel, Deutschland 2005, 109 Min., 35mm, Spielfilm, DF
Corinna Harfouch verkörpert Boena Nemcová - die bis heute berühmteste tschechische Schriftstellerin -, die es schon im 19. Jahrhundert gewagt hatte, ihr Leben frei einzurichten. Sie wird gesehen in einer Reihe mit Virginia Woolf, Sylvia Plath, Frida Kahlo und Brigitte Reimann: Frauen, die unkonventionell und selbstbewusst leben wollten, und die bereit waren, einen hohen Preis dafür zu zahlen. Als Vorlage zum Film dienten die letzten drei Briefe dieser faszinierenden Frau an ihren Freund und Förderer, in denen sie ihren Kampf um Familie, Selbstverwirklichung und freie Liebe dokumentierte.
Ilil Alexander, Israel 2004, 52 Min., DVD, Dokumentarfilm, OmeU
Lesben in streng gläubigen, jüdischen Gemeinden - ein unvorstellbarer Gegensatz, denn in diesen Gemeinden ist die Liebe zwischen zwei Frauen absolut verboten. Drei Frauen berichten, wie sie mit dem Konflikt umgehen. Alle drei gehören zu der sogenannten Gruppe der Jerusalem Ortho-Dykes und verstoßen mit ihrem Wunsch nach Selbstverwirklichung gegen die Regeln ihrer Religion.
Ein mutiger, vielfach preisgekrönter Film! Bester Film des International Womens Film Festival - Israel 2004, The Freedom Award - International Los Angeles Gay Film Festival 2005, Publikumspreis des Jüdischen Filmfestivals in Berlin 2005 u.a.
Angelina Maccarone, Deutschland/Österreich 2005, 97 Min., Spielfilm, 35 mm, Deutsch/Farsi mit engl. Untertiteln
Fariba, gespielt von Jasmin Tabatabai, flüchtet aus dem Iran, denn sie liebt eine Frau, und dafür steht im Iran die Todesstrafe. In einem überfüllten Auffanglager begegnet sie Siamak, der sich in einer iranischen Studentengruppe engagiert hat. Siamak, der politische Dissident, bekommt Asyl und Fariba, die jetzt den wahren Grund für ihre Flucht angibt, bekommt keines und soll abgeschoben werden.
In letzter Minute gibt ihr ein trauriges Ereignis die Chance zu bleiben: Siamak bringt sich um, und Fariba nimmt seine Identität an. Nächste Stationen: Flüchtlingsheim, Sauerkrautfabrik. Fariba will nur eines: ihre Identität zurück.
Jasmila banic, Österreich/Bosnien/Kroatien/Deutschland, 90 Min., 35 mm, Spielfilm, OmdU
Die allein erziehende Esma möchte ihrer 12jährigen Tochter Sara die ersehnte Teilnahme an einer Klassenfahrt ermöglichen. Mit einem Nachweis, der bestätigt, dass Saras Vater ein Kriegsheld ("Shaheed") war, würde sie eine Ermässigung bekommen. Aber Esma wehrt alle Fragen nach Saras Vater vehement ab. Erst als sie keinen anderen Ausweg mehr sieht, konfrontiert sie ihre Tochter mit der bitteren Wahrheit - sie wurde bei einer Vergewaltigung im Gefangenenlager gezeugt. So schmerzhaft diese Wahrheit ist, gibt es nun Hoffnung für einen Neuanfang in der Beziehung zwischen Esma und Sara.
Susan Emshwiller, USA 2004, 90 Min, 35 mm, Spielfilm, EF
Der Wissenschaftler Peter Cochran wird vom Chef seiner Forschungsfirma gezwungen, Milchprodukte genetisch veränderter Kühe auf den Markt zu bringen, noch bevor die nötigen Tests abgeschlossen sind. Die Katastrophe tritt prompt ein die Milch macht Mütter zu Mörderinnen. Und Opfer sind die eigenen Kinder!
Eine witzige Satire über Mutterschaft, Gewinnmaximierung und nationale Bedrohungen und mögliche Lösungen.
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SI.SI. Klocker, Österreich 2005, 18 Min., Kurzfilm , DF
Beate Foltin alias "Laura" schildert die nüchterne Arbeit in einer Sexhotline und dirigiert als Beispiel ihren Kunden Stefan-Michi zu orgiastischen Höhen.
Patricia Plattner, Schweiz/Frankreich 2003, 97 Min., 35mm, Spielfilm, OmdU
Christelle kann sich jahrelang nicht gegenüber ihrem gewalttätigen Mann durchsetzen, doch eines Nachts, nach einem Streit, hat sie genug. Sie wehrt sich und ergreift zuerst den Kerzenständer, dann die Flucht. Im "Galaxy Motel" sucht sie ein Bett und Ruhe, doch zuerst scheint es, als würde sie keine Ruhe bekommen.
Mit leichter Hand, viel Farbe, Witz und Humor erzählt der Film Christelles Weg zur Eigenständigkeit
Katalin Gödrös, Schweiz 2004, 87 Min., DVD, Spielfilm, OF in Schweizerdeutsch (gut zu verstehen)
Lou ist 34 und alleinerziehende Mutter. Ihre beiden Kinder sind von unterschiedlichen Vätern, sie hat absolut kein Geld und verliert auch noch ihren Job der Beginn einer Pechsträhne. Zum Sozialamt zu gehen ist sie zu stolz, und in ihren bisherigen Job kann sie auch nicht zurückkehren, ohne sich demütigen zu lassen. Eines Tages sieht sie einen leerstehenden Waschsalon mit dazugehörigem Appartement der Beginn einer Glückssträhne?
Georges Gachot, Schweiz/Brasilien 2005, 82 Min., 35 mm, Dokumentarfilm, OmdU
Georges Gachot dokumentiert in seinem neuen Film eine der populärsten brasilianischen Sängerinnen: Maria Bethânia. Im Zentrum steht ihr künstlerisches Schaffen und ihre Musik, die der Mittelpunkt ihres Lebens ist - ihr Lebenselixier. Wir begleiten sie bei Auftritten, im privaten Kreis und im Gespräch mit FreundInnen und WegbegleiterInnen.
Anat Zuria , Israel 2004, 65 Min., DVD, Dokumentarfilm, OmeU
Anat Zuria dokumentiert den schwierigen Weg scheidungswilliger Frauen in Israel und ihren Kampf für die Freiheit. Zur Scheidung ist immer noch die Zustimmung der Ehemänner erforderlich. Verweigert der Ehemann die Zustimmung, bedeutet das für die Frauen einen jahrelangen Kampf vor Gericht, Erniedrigungen und Unfreiheit. Der Film dokumentiert drei Frauen auf ihrem Weg in die persönliche Freiheit.
Ausgezeichnet mit dem "Wolgin Award" für den besten Dokumentarfilm, Jerusalem Film Festival 2004.
Kim Longinotto, Großbritannien/Kamerun 2005, 104 Min., Dokumentarfilm, DVD, OmeU
Der Dokumentarfilm erzählt aus dem Alltag von zwei Anwältinnen im kleinen Dorf Kumba im Südwesten Kameruns, die mutigen Frauen dabei helfen, sich gegen die tägliche Gewalt durchzusetzen.
[...] Mit einer ruhigen aber bestimmten Kamera konfrontiert uns die Dokumentation mit drei realen Rechtsfällen, ohne Klischees. "Sisters in Law" ist ein tief bewegendes, ehrliches Werk, das mit Menschlichkeit und Optimismus außergewöhnliche Personen porträtiert. [...] (aus der Begründung der Jury)
Ursula Brunner, Schweiz 2005, 48 Min., DVD, Dokumentarfilm, OmdU
Der Film wirft einen Blick hinter die Kulissen und schildert auf pointierte Art und Weise den Alltag in einem Millionengeschäft, das überwiegend von Männern dominiert wird. "Telefonsex" zeigt die Akteurinnen, den Alltag auf der "Linie" und hinterfragt ihre Beweggründe.
Ulrike Schaz, Deutschland/Bangladesh 2003, 82 Min., DVD, Dokumentarfilm, OmdU
Landlose besetzen das Schwemmland in Bangladesh und kämpfen für ihre Rechte gegen die Großgrundbesitzer, die dieses Land ebenfalls für sich beanspruchen wollen. Die Frauen haben in diesem Kampf eine führende Rolle übernommen und behaupten sich auch im täglichen (Über)Leben.
Kristina Konrad, Schweiz 2005, 84 Min, 35mm, Dokumentarfilm, OmdU
"Unser America" ist eine Spurensuche in Nicaragua - 25 Jahre nach einer Revolution, die niemand für möglich hielt. Im Zentrum stehen die Frauen, welche damals zu den Waffen griffen, um sich von 45 Jahren Diktatur zu befreien, und danach von den USA unerbittlich bekämpft wurden. Kristina Konrad geht der Frage nach, was bei den Frauen im veränderten neoliberalen Nicaragua vom großen Traum von Unabhängigkeit und Gerechtigkeit geblieben ist.
Sally Potter, Großbritannien/USA 2004, 95 Min., 35 mm, Spielfilm, OmdU
Virtuos verpackt Sally Potter in ihrem neuen Film in einer Liebesgeschichte zwischen einem libanesischen Koch und einer amerikanischen Wissenschaftlerin, zwischen Ehekrise und leidenschaftlicher Affäre, ganz existentielle Fragen. Sie hinterfragt kulturelle Differenzen, Liebe, Glauben und porträtiert aktuelle Gesellschaftsprobleme.
"Yes" nimmt die ZuschauerInnen mit auf eine poetische Reise durch verschiedene Weltanschauungen, Kulturen und Länder, fasziniert durch eine eindrucksvolle Bildsprache und überrascht durch sorgfältig abgestimmte Dialoge in Reimen.
Mitra Farahani, Iran/Frankreich 2004, 67 Min, Dokumentarfilm, Beta SP, OmeU
Mutig greift Mitra Farahani ein heißes Eisen an, den Umgang mit Sexualität im Iran, wo Händchenhalten auf der Straße verboten ist, aber die Prostitution im Verborgenen blüht. Es kommen Frauen zu Wort, die versuchen, unter großer Gefahr ein Stück Lust auch vor der Ehe zu leben, religiöse Fanatiker und Männer, die ihre angestammten Privilegien verteidigen. Der Dokumentarfilmteil ist verbunden mit Spielfilmsequenzen nach einem erotischen Gedicht des persischen Lyrikers Iraj Mirza aus dem 19. Jahrhundert.
Der Spielplan zum Ausdrucken als Datei in den Formaten RTF, PDF oder MS-Word
Das Rahmenprogramm zum Ausdrucken als Datei in den Formaten RTF, PDF oder MS-Word.
Tochter der Schrifstellerin Carol Emshwiller und des Experimentalfilmers Ed Emshwiller. Studierte an der Syracuse Universität Malerei und Grafik. Erste Erfahrungen mit dem Medium Film sammelte sie, nachdem sie ihren Abschluss am California Institute of the Arts hatte, am Set mit Regisseuren wie David Mamet und Robert Altmann in THE PLAYER. Ihr Debut als Regisseurin gelang ihr mit dem Kurzfilm BREAKFAST MESSAGE, der mehrere Auszeichnungen gewann. Daneben hat Susan Emshwiller einige Drehbücher geschrieben und war für das Drehbuch von POLLOCK Koautorin.
IN THE LAND OF MILK AN MONEY ist ihr erster Spielfilm.
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Georges Gachot ist ein Regisseur, der sich auf das Gebiet der klassischen Musik spezialisiert hat. Zwischen 1989 und 1993 arbeitete er als Autor und Regisseur für klassische Musikvideos und porträtierte seither eine Reihe bekannter MusikerInnen und Komponisten. Seit 1996 arbeitet er auch als Produzent.
Mirjana Karanovic ist dem internationalen Publikum insbesondere aus ihren Rollen in den Filmen von Emir Kusturica bekannt: WHEN FATHER WAS AWAY ON BUSINESS (1985), UNDERGROUND (1995) und LIFE IS A MIRACLE von 2004. Weitere filmische Stationen sind Ahmed Imamovics GO WEST, Goran Paskaljevics THE POWDER KEG/CABARET BALKAN und Mirjana Vukomanovics THREE SUMMER DAYS.
Karanovic hat außerdem in einer Vielzahl von Theater- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, unter anderem 1988 neben Sophia Loren als Hauptdarstellerin in der amerikanischen Mini-Serie MARIO PUZOS THE FORTUNATE PILGRIM. Karanovic wurde in Belgrad geboren, wo sie die Academy of Dramatic Arts absolvierte. Ihr Filmdebüt gab sie 1980 in Srdjan Karanovics PETRIAS WREATH. Karanovic lebt in Belgrad und ist Professorin an der dortigen "Braca Karic" Academy of Arts. Demnächst ist sie in Andrea Stakas Spielfilm DAS FRÄULEIN zu sehen.
Geboren in der Schweiz. Studierte in Paris und Genf Geschichte. Maîtrise d'Histoire der Universität Paris VII, 1977.
Volontariat und Realisation von Magazinbeiträgen und Dokumentarfilmen im Schweizer Fernsehen, DRS Zürich. Nach einem Weiterbildungsjahr in Kamera und Schnitt in New York, lebte sie 11 Jahre lang in Lateinamerika.
1984 1986 in Nicaragua, Dokumentarfilme mit Gabrielle Baur.
1987 1994 in Montevideo, Uruguay.
Mitgründerin von Producciones del Sur und Girasolas.
Seit 1995 lebt sie als Dokfilmemacherin und Produzentin vorwiegend in Berlin.
Mitgründerin der konrad/froschfilm Filmproduktion und weltfilm gmbh.
Drehbuchautorin und Regisseurin
GRBAVICA ist Jasmila Zbanics erster Spielfilm.
Zbanic begann 1997 Filme zu machen, als sie die Künstlergruppe und spätere Filmproduktion „Deblokada” gründete, mit der sie eine Vielzahl von Dokumentarfilmen, Videoarbeiten und Kurzfilmbeiträgen produzierte, entwickelte oder bei denen sie Regie führte. Ihre Arbeiten wurden weltweit auf internationalen Filmfestivals und Ausstellungen präsentiert.
Zu den Höhepunkten ihres künstlerischen Schaffens zählen: der Kurzfilm BIRTHDAY (Teil des Omnibus-Films LOST & FOUND), der einen Blick auf die unterschiedlichen Lebenswege zweier junger Mädchen wirft eine von ihnen ist Kroatin, die andere Bosnierin; der 2002 entstandene Dokumentarfilm RED RUBBER BOOTS, der bosnische Mütter auf der Suche nach ihren Kindern begleitet; der Dokumentarfilm IMAGES FROM THE CORNER, eine bewegende persönliche Beschreibung einer jungen Frau, die während des Krieges schwer verletzt wurde und schmerzhaft wahrnimmt, wie ein ausländischer Fotograf Bilder von ihr macht.
Zbanic wurde 1974 in Sarajevo geboren und ist Absolventin der Academy of Dramatic Arts in Sarajevo, Fakultät Theater und Filmregie. Vor ihrer Tätigkeit als Drehbuchautorin und Regisseurin arbeitete sie als Puppenspielerin in dem "Bread and Puppet" Theater in Vermont und als Clown in einem Lee De Long Workshop.
{ZITATENDE}