Pressemitteilung 01 vom 06.02.2012
FrauenFilmTage 2012 – neu & innovativ – vom 1. bis 8. März in Wien
Nicht nur unser Layout haben wir nach drei Jahren moderner und ansprechender gestaltet, auch mit unserem Programm gehen wir innovative Wege. So zeigen wir erstmalig eine Personale zu einer Editorin (Filmschnittmeisterin) und widmen die Personale der FrauenFilmTage 2012 der Trägerin des Österreichischen Filmpreises für Schnitt: Karina Ressler.
Als weiteren Höhepunkt der FrauenFilmTage wird es ab 2012 einen Ehrenpreis für Frauen geben, die sich als Filmvermittlerinnen, Mentorinnen oder Pionierinnen seit Jahren für Frauen und die Kunstform Film engagieren. Dieser Preis wird in Kooperation mit Frauen-Arbeit-Film und FC Gloria im Rahmen der Eröffnung am 1.3.2012 im Filmcasino vergeben werden.
Im Programm der FrauenFilmTage 2012 finden sich eine Reihe von Filmen von Preisträgerinnen und Preisträgern internationaler Filmfestivals. Erstmalig kooperieren wir mit VIS – Vienna Independent Shorts - und zeigen am 3.3. 2012 ein Kurzfilmprogramm.
Eröffnung
Die FrauenFilmTage 2012 eröffnen am 1.3. um 19.30 Uhr mit Nadine Labakis Spielfilm „Where do we go now“, der auf dem Filmfest Toronto den Publikumspreis gewonnen hat. Nach ihrem Erfolg mit „Caramel“ (Eröffnungsfilm der FrauenFilmTage 2008) schaffte es Nadine Labaki mit ihrem aktuellen Film wieder, auf einem internationalen Filmfest geehrt zu werden.
Locations
Die Eröffnung findet am 1.3.2012 um 19.30 Uhr im Filmcasino, Margaretenstraße statt. Vom 2.3. bis 8.3.2012 sind wir wieder im Filmhaus Kino in der Spittelberggasse. Die Festival-Lounge wird 2012 im DAS MÖBEL in der Burggasse 10 sein.
Personale Karina Ressler
Die dritte Personale der FrauenFilmTage widmen wir der Editorin (Filmschnittmeisterin) Karina Ressler. Sie arbeitet seit über 20 Jahren an international prämierten Spiel- und Dokumentarfilmen. Verantwortlich für die Montage war sie unter anderem für „Lourdes“ von Jessica Hausner, „Revanche“ von Götz Spielmann, „Schläfer“ von Benjamin Heisenberg, „Fallen“ von Barbara Albert, „Ein Augenblick Freiheit“ von Arash T. Riahi, „Tag und Nacht“ von Sabine Derflinger, „Empire Me“ von Paul Poet.
Aus ihrem gesamten Filmschaffen zeigen wir im Rahmen der FrauenFilmTage 2012
Freitag, 2.3.2012 um 19.30 Uhr: Blue Moon
Samstag, 3.3.2012 um 17.30 Uhr: Gangster Girls
Montag, 5.3.2012 um 21.30 Uhr: Revanche (geänderte Beginnzeit)
Dienstag, 6.3.2012 um 17.30 Uhr: Postadresse: 2640 Schlöglmühl
Mittwoch, 7.3.2012 um 19.30 Uhr: Lourdes
Auswahl Spielfilme
We need to talk about Kevin
Die ehemalige Star-Abenteurerin Eva (gespielt von Tilda Swinton) trägt eine schwere seelische Last. Grund ist ihr Sohn Kevin, der bereits als Baby eine eigenwillige Distanz zeigt, die es Mutter Eva schwer macht, Nähe aufzubauen. Während Vater Franklin (John C. Reilly) an seinem Sohn nichts Ungewöhnliches sieht, sorgt sich Eva über die mangelnde Empathie und seine Lust an Zerstörung. Regisseurin Lynne Ramsay enthüllt erst nach und nach das Familiendrama, spannend und bewegend. Sie zeigt, wie die glückliche Familie in eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes schlittert.
Amador
Von Regisseur Fernando León de Aranoa zeigten wir im Rahmen der FrauenFilmTage 2007 seinen Film „Princesas“. International bekannt wurde der Regisseur durch seinen Film: „Montags in der Sonne“. In seinem neuen Film bearbeitet der Regisseur wieder aktuelle gesellschaftspolitische Themen: Yolanda (Sonia Almarcha), bekommt eine Pflegestelle bei einem alten Mann: Amador. Mit dem Einkommen möchte sie den neuen Kühlschrank bezahlen, der für das Blumengeschäft ihres Partners Nelson (Pietro Sibille) notwendig ist. Doch der alte Mann stirbt viel zu früh und alleingelassen mit dem Toten entwickelt Yolanda einen skurrilen Plan, um doch noch zu ihrem Geld zu kommen.
Sharayet – eine Liebe in Teheran
Maryam Keshavarzs Erstlingswerk zeigt das Leben in einer liberalen Familie im heutigen Teheran. In der Öffentlichkeit passen sich die beiden jungen Frauen Atafeh und Shirin den strengen Regeln des öffentlichen Lebens in Teheran an, doch im Untergrund treffen sie sich mit anderen Jugendlichen auf geheimen Partys. Bisher bildete auch Atafehs liberale Familie einen Schutz gegen die Moralpolizei. Das ändert sich, als Atafehs Bruder nach einem Drogenentzug seinen Halt mehr und mehr im religiösen Fundamentalismus findet
“Sharayet (Circumstance)” gewann 2011 den Audience Award am Sundance Film Festival.
Auswahl Dokumentarfilme
The Look – Charlotte Rampling
Ein spannendes und sehenswertes Porträt der faszinierenden Schauspielerin Charlotte Rampling. In neun Kapiteln und Begegnungen teilt sie ihre persönliche Sichtweise zu Tod, Schönheit, Alter, Tabu, Begehren oder Liebe mit WeggefährtInnen und Vertrauten wie Peter Lindbergh, Paul Auster, ihrem Sohn Barnaby Southcombe oder Juergen Teller. Angelina Maccarone gelingt eine große Nähe zu Charlotte Rampling und ein großartiges Porträt.
Tagaus, tagein.
„Der Tag, an dem ich aufhöre, bin ich tot.“ Seit dem Tod des Großvaters 1958 führt Richard Rossmanns Großmutter Thresl den Harhamhof – tagaus, tagein. Bald wird sie 100 Jahre alt. Für ihre Gäste ist sie die Herrin einer zeitlosen Welt. Doch nicht jedem gefällt die Art und Weise, wie sie den Harhamhof führt. Ihr Sohn Hans drängt sie seit Jahrzehnten zur Übergabe des Hofes. Thresl will davon jedoch nichts wissen.
Richard Rossmann, der bereits mit seinem Film „Ski Heil – die zwei Bretter, die die Welt bedeuten“ viel Lob und diverse Filmpreise erhalten hat, porträtiert in seinem aktuellen Dokumentarfilm über zwei Jahre seine betagte Großmutter, die nicht bereit ist, den Hof zu übergeben. Ein Film über Heimat und Familie, über Willenskraft und die Würde des hohen Alters.
Liebesgrüße aus den Kolonien
Nathalie Borgers, bekannt durch ihre Filme: „Kronenzeitung: Tag für Tag ein Boulevardstück“ und „Frauenkarawane“ präsentiert im Rahmen der FrauenFilmTage 2012 ihren neuen Film als Österreichpremiere!
Die Tochter eines belgischen Kolonialbeamten und einer ruandischen Frau, Susanne wurde 1926 geboren. Im Alter von 4 Jahren wurde sie von ihrem Vater von Afrika nach Europa gebracht, damit sie eine gute Bildung erhält. Sie ist, so sahen es die Leute in der Kolonialzeit, „eine Mulattin, die vor dem Negerschicksal gerettet wurde.“
Auf einem Familienfoto entdeckt die Regisseurin ihre farbige Tante, von der bisher sie nichts wusste. Der Film bricht das Schweigen über Susannes Geburt und Existenz in der Familie und begibt sich dabei tief in die Geschichte des Kolonialismus im Kongo und in Ruanda.
Das Programm
Das gesamte Programm finden Sie ab 13.2.2012 auf www.frauenfilmtage.at
Förderungen
Die FrauenFilmTage 2012 werden gefördert von: Wien Kultur, VDFS, VAM, Österreichisches Filminstitut, Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst und Österreichische Entwicklungszusammenarbeit.
Wien, 6.2.2012
Festivalleitung: Gabriele Frimberger
proFRAU – Plattform für Frauenrechte
Tel. 0699/10694057
Mail: kontakt@frauenfilmtage.at
www.frauenfilmtage.at
