5.–9.10.2008 – „Iran Special”

Iranische Filmemacherinnen sind mit ihrem Filmschaffen auf internationalen Festivals präsent, gewinnen Auszeichnungen und sind Teil der aktiven Kunstszene Irans. Für uns Anlass, im Rahmen des Schwerpunktes „Frauen in Iran heute”' auch dem weiblichen Filmschaffen einen prominenten Platz zu geben.

Viele BesucherInnen nutzen die Gelegenheit, eine einmalige Auswahl von Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen hier in Wien zu sehen.

Spielort war das Cinema de France, Schottenring 5, 1010 Wien.

So. 5.10.2008

Youfek

Mahvash Sheikh Eslami, Finnland 1999, 30 Min, OmeU

Ein Film über eine einsame Frau, die im neunten Monat schwanger ist und auf ihren Mann, auf die Geburt ihres Kindes und auf das Schlüpfen der Seidenraupen wartet.

Article 61

Mahvash Sheikh Eslami, Iran, 70 Min, OmeU

Die Iranerin Mahvash Sheikh Eslami nimmt uns mit in ein iranisches Frauengefängnis, wo zum Tode verurteilte Frauen mit ihren unterschiedlichen Schicksalen zu Wort kommen; sie alle haben sich gegen einen Vergewaltiger gewehrt – mit Todesfolgen. Der Artikel 61 des iranischen Strafgesetzes erlaubt es jeder Person, sich gegen einen Angriff zu wehren. Doch anscheinend gilt dies nur für Männer ...

Mo. 6.10.2008

City Lights

Ayda Panahandeh, Iran 2007, 20 Min, OmeU

Eine Frau findet nach einem langen, anstrengenden Sommertag beim Sonnenuntergang einen Moment des Friedens.

Our Times

Ayda Panahandeh, Iran 2007, 20 Min, OmeU

Der zweiteilige Film Our Times (Ruzegar-e ma) erzählt über junge AktivistInnen, Frauen und Männer, die während der Präsidentschaftswahlen 2001 eine Kampagne für die Fortsetzung des Reformprozesses durchführen. Der zweite Teil des Films konzentriert sich auf Arezoo Bayat, einer 25-jährigen geschiedenen alleinerziehenden Mutter, die ihre blinde Mutter versorgen muss. Sie verliert ihren Job und – zu allem übel – wird sie aus ihrer Wohnung delogiert. Trotz ihrer schwierigen Lebensumstände entscheidet sie sich, für das Amt des Präsidenten zu kandidieren. Doch schon im Vorfeld der politischen Überprüfungsphase wird ihre Kandidatur abgelehnt.

Di. 7.10.2008

Closer than breath

Parivash Nazarieh, Iran 2006, 26 Min, OmeU

Ein Blick auf das Phänomen von Tod und Leben – ein Konzept in den Köpfen der Menschen.

The red Cards

Mahnaz Afzali, Iran 2006, 75 Min, OmeU

Die iranische Schauspielerin und Regisseurin Mahnaz Afzali behandelt in The Red Cards den Gerichtsprozess um Shahla Jahed, die Geliebte des iranischen Fußballstars Nasser Mohammed Khani. 2002 hatte sich Jahed dazu bekannt, die Ehefrau Khanis aus Eifersucht umgebracht zu haben, und war daraufhin angeklagt worden. Im Prozess versuchte Shahla Jahed den Richter zu überzeugen, dass sie zu ihrem Geständnis gezwungen wurde, worauf sich der Prozess in den Medien und in der persischen Gesellschaft zu einem Riesenspektakel entwickelte. (Viennale 2007)

Mi. 8.10.2008

The photo without frame

Mona Zandi, Iran, 9 Min, OmeU

Die Mieterin ist bei der Übersiedlung, ein Teil der Sachen bleibt in der Wohnung. Am Abend wird der Vermieter neugierig und durchsucht die verbliebenen Sachen und findet ein paar Photos ...

Schicksal

Farahnaz Sharifi, Iran, 45 Min, OmeU

Der Film behandelt die Lebensgeschichte des Friseurs Ali MirzaJani, Ehemann zweier Frauen und Vater von zwölf Kindern, der neben seinem eigentlichen Beruf Geschichten schreibt.

Scheidung auf Iranisch

Kim Longinotto und Ziba Mir-Hosseini, England/Iran 1998, 55 Min, Dokumentarfilm, OmeU

Im Iran kann sich eine Frau nicht ohne das Einverständnis ihres Ehemannes scheiden lassen, es sei denn, sie hat Beweise für dessen Unfruchtbarkeit, Geisteskrankheit oder mangelnde finanzielle Zuwendung. Mit Humor, Tränen, Ausdauer, ein paar kleinen Lügen und einem unglaublich starken Willen kämpfen iranische Frauen erfolgreich um ihre Scheidung vor Gericht.

Do. 9.10.2008

Those Hands

Ayda Panahandeh, Iran 2005, 13 Min, OmeU

Ein Ehepaar am Frühstückstisch, eine Diskussion über Rechnungen, ein fehlender Knopf am Sakko. Als schließlich Dutzende Knöpfe am Tisch liegen, werden bei der Frau Kindheitserinnerungen wach. Ein gesellschaftliches Panorama, dargestellt mit eindringlichen Einstellungen und großartig eingefangenen und genau gewählten Details.

Friends place

Elham Hoseini Zadeh, Iran 2007, 15 Min, OmeU

Der dressierte Affe „Zebel” ist nur eine Einkommensquelle für seinen Meister, der ihn noch dazu misshandelt. Eines Tages bemerkt Zebel, dass sein Herr tot ist. Doch welche Konsequenzen hat diese plötzlich erlangte Freiheit für den Affen, der Freiheit nie kennen gelernt hat ...? Dieser Kurzfilm basiert auf der Geschichte von Sadegh Choobak (The monkey whose master had died), in dem ein Affe jeden Tag die Leute auf der Strasse zum Lachen gebracht hat und am Abend zu seinem Meister zurückgekehrt ist.

The ladies

Mahnaz Afzali, Iran 2003, 55 Min, OmeU

Fraglich, ob es einen anderen Ort in Teheran gibt, an dem sich Frauen so ungezwungen unterhalten können wie in diesem öffentlichen WC. Viele Monate lang dokumentierte die junge iranische Schauspielerin Mahnaz Afzali in ihrem Regiedebüt die Zusammenkünfte von Prostituierten, Reporterinnen, Obdachlosen und Teenagern, die stundenweise aus ihrer häuslichen Enge flüchten. Afzali verdichtete deren Gespräche und Reflexionen zu einem befreienden Gesellschafts- und Sittenbild weiblicher Tragödien, Träume und Ansichten. (Viennale 2004)

DANKE

Eine Veranstaltung von:

Wir danken den Förderern, ohne deren Hilfe die Veranstaltungsreihe nicht möglich gewesen wäre:

 

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