Filme

 

 

Alanis

Di. 6.3.

17:00   82′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Anahí Berneri
2017 | Argentinien | Spielfilm | OmeU

Foto: © Fandango srl

Österreichpremiere, Lateinamerika, Mütter

Nach dem Film Publikumsgespräch mit Renate Blum von Lefö. 


Ein paar Tage im Leben einer Sexarbeiterin in Buenos Aires

Alanis hat unter den Gesetzen zu leiden, die sie eigentlich beschützen sollten. Doch selbstbewusst sucht die junge Mutter ihren Platz in der Gesellschaft. Der Film ist unsentimental und direkt. Man erlebt Alanis unmittelbar bei ihrer Arbeit, ist in den zärtlichen und Leben spendenden Augenblicken mit ihrem Sohn Dantes dabei. Und man kommt zu dem Schluss: Eigentlich ist es ein Film über eine liebende und kämpfende Mutter, die nur zufällig ihren Job macht, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Auszeichnung für beste Regie und beste Schauspielerin beim International Film Festival San Sebastian.

In Kooperation mit
 

 

 

Amazona

Fr. 2.3.

21:30   82′

Stadtkino im Künstlerhaus

Mo. 5.3.

17:00   82′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Clare Weiskopf
2016 | Kolumbien | Dokumentarfilm | OmeU

Foto: © Cinephil

Österreichpremiere, Lateinamerika, Mütter

 


Vals Wahlheimat ist das Amazonasgebiet mit seiner atemberaubenden Landschaft. Sie hat ihren eigenen Kopf und lebte immer so, wie sie es für richtig hielt. Das nehmen ihr ihre mittlerweile erwachsenen Kinder manchmal noch übel. Doch seitdem Val in erster Ehe im goldenen Käfig gelebt hat, ist Freiheit ihr kostbarstes Gut. Ihre in den Niederlanden lebende Tochter Clare steht nun selbst kurz davor Mutter zu werden. Sie kehrt in den kolumbianischen Dschungel zurück und erfüllt sich einen Lebenstraum: Eine Doku über ihre beeindruckende und eigensinnige Mutter Val, die sich selbst immer treu geblieben ist.

Publikumspreis beim FICCI – Cartagena de Indias International Film Festival 2017.

 

 

Chrieg

Sa. 3.3.

16:30   110′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Simon Jaquemet
2014 | Schweiz | Spielfilm | OmeU

Foto: © Picture Tree International GmbH

Personale

Nach dem Film Publikumsgespräch mit Casterin Lisa Oláh und Regisseur Simon Jaquemet. 


Der Teenager Matteo wird eines Nachts von seinen Eltern in ein Camp in den Bergen für schwererziehbare Jugendliche gebracht. Wie so oft sind es jedoch die Eltern, denen es an Einfühlungsvermögen mangelt. Auch auf der Alm fehlt der erwachsene Halt: Drei Jugendliche, zu denen Matteo bald Anschluss finden soll, regieren dort. Sie ziehen nachts los um ihre aufgestauten Energien in der nahegelegenen Stadt rauszulassen. Mit Ali, dem Mädchen in der Bande, kommt es zu zärtlichen Begegnungen. Zwischen Verletzlichkeit und Aggression, der Sehnsucht nach Gemeinschaft und Anerkennung: Matteo versucht seinen Platz in der Gruppe und in seinem Leben zu finden.

Chrieg erhielt fünf Nominierungen beim Schweizer Filmpreis und wurde beim Max-Ophüls-Festival mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Hauptdarsteller Benjamin Lutzke gewann die Auszeichnung Bester Nachwuchsschauspieler.

 

 

Das kleine Vergnügen

Mo. 5.3.

18:45   93′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Julia Frick
2017 | Österreich | Spielfilm | DF mit eU

Foto: © Marco Zimprich

Europapremiere, Humor

Publikumsgespräch mit Regisseurin Julia Frick und Cast. 


Das kleine Vergnügen sucht Emma, Hausfrau und Mutter, in ihrer langjährigen Ehe vergeblich. Als ihr Ehemann sie aus heiterem Himmel verlässt, beschließt sie ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Der Job im Erotikladen kommt wie gerufen, da eine Scheidung ohne Job und eigenem Geld nicht in Frage kommt. Mit ihrem delikaten Geheimnis kommen auch neue Bekanntschaften und unerwartete prickelnde Erfahrungen in ihr Leben.

Julia Fricks Komödie besticht neben ihrem Charme mit einem namhaften Cast: Petra Kleinert, Waltraud Haas, Marcus Strahl, Reinhard Nowak, Barbara Karlich, Ramesh Nair, Mirella, dem Blogger Michael Buchinger u.v.m.

La Femme Filmfestival in L.A. 2017 „Best Foreign Film“, Sidney Indie Film Festival 2017 „Best Female Support“ Waltraut Haas.

 

 

Die Geträumten

Fr. 2.3.

19:00   89′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Ruth Beckermann
2016 | Österreich | Spiel- und Dokumentarfilm | DF

Foto: © Stadtkino Filmverleih

Personale

Nach dem Film Publikumsgespräch mit Casterin Lisa Oláh und Schauspieler Laurence Rupp. 


“Aber sind wir nur die Geträumten?”, fragt Ingeborg in einem Brief.

Sie ist 22 Jahre alt, er 27. Die Liebesgeschichte zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan beginnt 1948 im Nachkriegswien und endet mit dem Suizid Celans 1971 in Paris. Für sie ist es die große Liebe ihres Lebens, doch die Geschichte steht zwischen den beiden. Er ist ein Jude, dessen Eltern im Holocaust umgekommen sind, während sie nichts dergleichen erlebt hat. Die Grundlage für den Film bildet der Briefwechsel der beiden DichterInnen.

Zwei junge SchauspielerInnen, Anja Plaschg und Laurence Rupp, treffen sich in einem Filmstudio, um daraus zu lesen. Die dramatisch schwankende Gefühlswelt der Liebenden geht auf die SchauspielerInnen über. Sie amüsieren sich, streiten, rauchen, reden über Tattoos und Musik – wie zwei Liebende eben.

Großer Diagonale Preis 2016 als bester Spielfilm, bester Schnitt.

 

 

Geschlechterkonstruktionen in kurzen Formaten

Mo. 5.3.

21:15   70′

Stadtkino im Künstlerhaus

Karten

Regie: Div. RegisseurInnen
2016/17 | Österreich | Kurzfilm | verschiedene Sprachen

Foto: ©

 


Die FrauenFilmTage und die Akademie der bildenden Künste küren die GewinnerInnen des Kurzfilmwettbewerbs zum Thema GESCHLECHTERKONSTRUKTIONEN IN KURZEN FORMATEN.

Das Programm zeigt die Auseinandersetzung mit filmischen Ausdrucksformen und umfasst Videoarbeiten von Erstsemestern bis zu AbsolventInnen.

  • BARIKAT
    Mirkan Deniz, 13:00 Min.
     
  • HOT STUFF
    Charlotte Gash, 4:08 Min.
     
  • DOCUMENT MISSING: Performance no. 5 (Three Actions)
    Hristina Ivanoska, 5:45 Min.
     
  • PLAY WITH ME
    Hyeji Nam, 5:00 Min.
     
  • LOOSE YOUR MARBLES
    Laura Nitsch, 18:00 Min.
     
  • ARMS
    Lucie Friederike Müller, 2:56 Min.
     
  • TÊTE-À-TÊTE
    Miae Son, 8:00 Min.
     
  • MAGICAL GIRL Episode 1
    Pato Wiesauer, 3:55 Min.
     
  • MOVING BODY IN AGGRESSIVE MOTION
    Pille-Riin Jaik and Miriam Esther Meyer, 4:53 Min.
     
  • EVEN IF THE LIGHTS GO OUT, THERE IS STILL LIGHT
    Veronika Burger, 14:31 Min.
     

Freier Eintritt!

In Kooperation mit
   

 

 

Grab and Run / Ala-Kachuu

Fr. 2.3.

17:00   85′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Roser Corella
2017 | Deutschland/Spanien | Dokumentarfilm | OmeU

Foto: © Roser Corella

Frauenrechte

Nach dem Film Publikumsgespräch mit Regisseurin Roser Corella 


Frauen zur freien Entnahme?

Ala Kachuu, das so viel bedeutet wie “nehmen und weglaufen“, ist in Kirgistan eine gängige traditionelle Praxis bei der Frauen entführt werden, um sie unter Zwang zu verheiraten. Mehr als der Hälfte der Einwohnerinnen – von der Studentin bis zur Ärztin – blüht dieses Schicksal. Das Gesetz schützt trotz Verbot nicht, weibliche wie männliche Familienmitglieder agieren als KomplizInnen. “Jede gute Ehe beginnt mit Tränen“, beruhigt eine Frau ihre weinende unfreiwillige Schwiegertochter in spe.

Die Filmemacherin Roser Corella zeigt auf, wie eine unzeitgemäße Tradition Frauen im demokratischen(!) Kirgistan strukturell in ihrer Selbstbestimmung beschneidet.

Auszeichnung als Best International Documentary beim DOC Los Angeles Filmfestival und Sieger der Kategorie “A Different Tomorrow” beim Reykjavik International Film Festival.

In Kooperation mit
 

 

 

Gwendolyn

Mi. 7.3.

21:15   85′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Ruth Kaaserer
2017 | Österreich | Dokumentarfilm | OmdU

Foto: © Soleil Film

Empowerment

Gespräch mit Regisseurin Ruth Kaaserer (angefragt) und Vienna Roller Derby–Team zu Geschlechterrollen im Sport. 


Gwendolyn Leick ist eine Meisterin der Haltung. Sie ist pensionierte Anthropologin, Autorin und Gewichtheberin. Gwen ist gebürtige Grazerin und ging nach London, um ihre Dissertation über babylonische Flüche zu schreiben. Im unglaublichen Alter von 52 Jahren fing die zierliche Frau mit dem Gewichtheben an und holte seither zahlreiche internationale Titel. Während sich Gwen mit ihrem Coach Pat auf die europäischen Meisterschaften in Aserbaidschan vorbereitet, bewältigt sie eine halbseitige Gesichtslähmung und ihre inzwischen dritte Krebsoperation.

Welt-Premiere bei der DOK Leipzig 2017, offizieller Wettbewerb. Österreich_Premiere bei der Viennale 2017.

In Kooperation mit
 

 

 

Jane

Do. 8.3.

20:00   90′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Brett Morgen
2017 | USA | Dokumentarfilm | OmdU

Foto: © National Geographic Creative / Hugo van Lawick

Österreichpremiere, Empowerment

 


Zu der Zeit wollte ich Dinge tun, die Männer taten und Frauen nicht. – Jane Goodall

Der Oscar- und Emmy-nominierte Regisseur Brett Morgen nutzt einen Fundus von bisher unveröffentlichtem 16mm-Filmmaterial, das nach 50 Jahren aus den Archiven des National Geographic gegraben wurde, um ein neues Licht auf die bahnbrechende Umweltschützerin Jane Goodall zu werfen.

„…ein wundersamer und bewegender Bericht von einem bemerkenswerten Leben, der uns den Eindruck vermittelt, Goodalls Entdeckungen vor Ort mitzuerleben… “ Hollywood Reporter.

 

 

Kosmonautensehnsucht

Sa. 3.3.

21:30   61′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Catharina Göldner
2016 | Deutschland | Spielfilm | DF mit eU

Foto: © David Baltzer/bildbuehne.de

Österreichpremiere, Humor

 


„Du und die Sehnsucht, ihr steckt doch unter einer Decke.“

Die Theaterinspizientin Miriam wartet während der Sommerferien sehnsüchtig und ungeduldig auf ihren Schwarm, eine Kosmonautin. Doch die befindet sich gerade im All auf Weltraummission und reagiert nicht auf ihre Anrufe. Die Zeit wird Miriam lang und sie besucht einen Astrologen. Der liest in den Sternen und versichert, die Kosmonautin passe nicht zu ihr. Es müsse ein Mensch sein, der am 19. Januar 1985 um 3.30 Uhr geboren ist. Miriam macht sich also auf den Weg, um die geplante Sommerliebesgeschichte doch noch zu finden.

So wunderschön und skurril kann ein „No-Budget-Film“ sein.

 

 

Licht

So. 4.3.

16:45   97′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Barbara Albert
2017 | Österreich/Deutschland | Spielfilm | DF

Foto: © Christian Schulz

Personale

Nach dem Film Publikumsgespräch mit Casterin Lisa Oláh und Regisseurin Barbara Albert (angefragt). 


Augenlicht oder Status?

Die seit Kindheitstagen erblindete Maria Theresia Paradies spielt außerordentlich gut Klavier. Das macht die 18-jährige zum Star der Wiener Gesellschaft um 1777, obwohl sie „nur“ eine Frau ist. Um ihr Sehvermögen wieder herzustellen vertrauen ihre ehrgeizigen Eltern sie dem umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer an, in dessen Hause Resi zum ersten Mal so etwas wie Freiheit spürt. Als sie tatsächlich beginnt verschwommene Bilder wahrzunehmen, beeinträchtigt das jedoch ihre spielerische Virtuosität. Ihre gesellschaftliche Sonderstellung ist gefährdet.

Barbara Alberts Historienporträt "Licht" ist der große Favorit beim Österreichischen Filmpreis 2018 (Der Standard)

 

 

Meditation Park

So. 4.3.

21:15   94′

Stadtkino im Künstlerhaus

Di. 6.3.

19:00   94′

Stadtkino im Künstlerhaus

Do. 8.3.

18:00   94′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Mina Shum
2017 | Kanada | Spielfilm | EF

Foto: © MONGREL MEDIA

Österreichpremiere, Humor, Empowerment

 


„Zuerst gehorchen wir unseren Vätern, dann unseren Ehemännern. Wenn sie weg sind, gehorchen wir uns selbst.“

Maria (Cheng Pei Pei), lebt seit sie aus Hongkong mit ihrem Mann Bing (Tzi Ma) nach Kanada emigriert ist, als ihm ergebene Ehefrau und Mutter an seiner Seite. Ihr Vertrauen wird schwer erschüttert, als sie in der Schmutzwäsche ein fremdes Dessous findet. Wer ist die fremde Frau? Ohne ihren Mann mit ihrem Fund zu konfrontieren begibt sie sich auf Spurensuche, lernt dazu Radfahren und entwickelt mit Unterstützung der NachbarInnen eine Selbstständigkeit, die ihr niemand zugetraut hätte.

Warm, humorvoll und in schönen Bildern erzählt Mina Shum die Geschichte von Maria und ihrer Familie und gibt dabei Einblicke in die Erfahrungen von EinwanderInnen der ersten, aber auch der nachfolgenden Generation.

Der starbesetzte Film: Cheng Pei Pei, Sandra Oh und Don McKellar feierte beim Toronto International Film Festival 2017 seine Weltpremiere.

 

 

Messi and Maud

Di. 6.3.

21:00   92′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Marleen Jonkman
2017 | Niederlande/Deutschland | Spielfilm | OmdU

Foto: © Leitwolf Filmproduktion

Mütter, Lateinamerika

 


„Warum willst du ein Kind?“

Maud und Frank fahren nach Chile auf Hiking-Urlaub. Ihre Beziehung ist angespannt, denn trotz vieler Versuche kann das Ehepaar keine Kinder bekommen. Während Frank seine Bergsteigerleidenschaft auslebt, trauert Maud und kann die Kinderlosigkeit nicht akzeptieren.

Nach einem großen Krach trennt sich Maud von ihrem Mann und trampt alleine rast- und ziellos weiter durch Städte, Orte und Landschaft immer weiter auf der Suche nach sich selbst. Sehr bald findet sie einen neuen Reisebegleiter, den 8-jährigen Messi, der sie begleitet, herausfordert und ihr die Augen öffnet. Maud beginnt sich und die Welt wieder wahrzunehmen.

Weltpremiere des Spielfilmdebüts der jungen niederländischen Regisseurin beim Toronto International Film Festival 2017.

 

 

Neun Leben hat die Katze

So. 4.3.

19:00   91′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Ula Stöckl
1968 | BRD | Spielfilm | DF

Foto: © Deutsche Kinemathek

Tribute

Publikumsgespräch mit Regisseurin Ula Stöckl. 


München im Sommer 1967. Die Journalistin Katharina erhält Besuch von ihrer französischen Freundin Anne. Sie unternehmen Ausflüge, besuchen Cafés, Bekannte und Parties. Dabei erkunden sie in Gesprächen die Chancen weiblicher Emanzipation in einer männlich geprägten Gesellschaft … Der essayistische Spielfilm stellt fünf Frauentypen ins Zentrum der episodischen Handlung: die noch nicht verheiratete berufstätige Frau, die Geschiedene, die sich um die Zukunft sorgt, die Karrierefrau, die Betrogene und eine „Traumfrau“.

Ula Stöckl, 1968: „Nie hatten Frauen so viele Möglichkeiten, ihr Leben einzurichten, wie sie es wollen. Aber jetzt müssen sie überhaupt erst lernen, dass sie etwas wollen können.“ Neun Leben hat die Katze gilt als „der erste feministische Film“ der Bundesrepublik (Christa Maerker / berlinale.de)

 

 

Princesita

Mi. 7.3.

17:00   78′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Marialy Rivas
2017 | Chile/Argentinien/Spanien | Spielfilm | OmeU

Foto: © Fabula

Österreichpremiere, Lateinamerika

Nach dem Film Publikumsgespräch mit der feministischen Wissenschaftlerin Lisbeth N.Trallori. 


Ein zauberhaft-schauriges Erwachsenen-Märchen

Die zwölfjährige Tamara entführt uns in ihre märchenhafte Welt im äußersten Süden Chiles, wo sie in einer abgeschotteten Gemeinschaft lebt. “Gemeinsam sind wir glücklich”, ist sich Tamara sicher und genießt ihre Freiheiten als “Auserwählte” des charismatischen, alles kontrollierenden Kultführers Miguel. Doch als sie in der Schule die Welt “draußen” kennen lernt, verändert sich auch ihr Blick auf ihr eigenes, durch die Visionen Miguels fremdbestimmtes Leben.

Ein dunkles Erwachsenenmärchen der chilenischen Regisseurin Marialy Rivas, das gewaltsam kontrollierende Männlichkeit entlarvt und die trügerische Fassade des Patriarchats entzaubert.

HINWEIS: eine Szene enthält sexuelle Gewalt.

In Kooperation mit
   

 

 

Solitaire

So. 4.3.

15:00   92′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Sophie Boutros
2016 | Libanon/­Jordanien/Ägypten | Spielfilm | OmdU

Foto: © Nadia Eliewat

Österreichpremiere, Humor

 


Libanesisch-syrische Verlobung mit Hindernissen

Die Libanesin Ghada und der Syrer Samer möchten beim Familienessen endlich ihre Verlobung bekannt geben. Ghadas Mutter Thérèse ist mit der syrischen Herkunft ihres Schwiegersohns in spe jedoch nicht einverstanden, da sie ihren geliebten Bruder im libanesischen Bürgerkrieg durch eine syrische Bombe verloren hat. Darum ist ihr jedes Mittel recht um die bevorstehende Vereinigung zu verhindern: Vom verschwundenen Verlobungsring bis zum Besuch des Exfreundes. Wird es Thérèse gelingen oder kommt sie doch noch zur Vernunft?

Das Spielfilmdebut der libanesischen Regisseurin Sophie Boutros ist voller Humor und gleichzeitig ein Plädoyer für mehr Toleranz.

 

 

The Art of Loving: The Story of Michalina Wislocka

Sa. 3.3.

19:00   120′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Maria Sadowska
2017 | Polen | Spielfilm | OmeU

Foto: © Watchout Productions

Humor, Empowerment

 


Diese Frau ist fantastisch!

“Hattest du schon mal einen Orgasmus?“ fragt Michalina Wisłocka ihre Patientin. Leidenschaftlich setzt sich die Ärztin in den 1960er und 70er Jahren für sexuelle Selbstbestimmung und die Verbreitung von Wissen rund um die weibliche Sexualität ein. Deshalb kämpft sie unbeirrt für die ungekürzte Herausgabe ihres Aufklärungsbuches “The Art of Loving“. Das Kapitel über den Orgasmus muss drinnen bleiben – denn ihr Lebenswerk lässt sie sich nicht verstümmeln, weder von der Partei, noch von der Kirche…

Nach einer wahren Geschichte: Liebe, Systemkritik, Kampfgeist, eine Menage a troi und eine große Portion Humor: Maria Sadowska zeichnet das Leben und Wirken der Michalina Wisłocka (1921-2005) in all den wunderschönen Farben des Regenbogens.

Publikumspreis und Jurydiplom beim Sputnik International Film Festival 2017.

In Kooperation mit
 

 

 

The Eternal Feminine / Los Adioses

Do. 1.3.

20:00   85′

Filmcasino

Do. 8.3.

22:00   85′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Natalia Beristáin
2017 | Mexiko | Spielfilm | OmeU

Foto: © Luxbox Films

Eröffnungsfilm, Österreichpremiere, Lateinamerika, Empowerment

 


Eine Frau, die ihrer Zeit voraus war

Im Mexiko City der 1950er Jahre kämpft Rosario Castellano um Gehör, Selbst­ bestimmung und Gleichberechtigung – gegen eine männerdominierte Gesellschaft. Die introvertierte Universitätsstudentin, die bald zu einer der wichtigsten weiblichen Schriftstellerinnen und Dichterinnen der mexikanischen Literaturgeschichte und des lateinamerikanischen Feminismus wird, wirft Fragen auf, die bis heute ungelöst sind. Dennoch zeigt ihre turbulente Liebesgeschichte mit Ricardo Guerra auch ihre fragilen und widersprüchlichen Seiten. An der Spitze ihrer Karriere und ihrer Ehe entzündet sie eine Diskussion, die einen Wendepunkt in ihrem Leben darstellen wird.

“Oh, it’d be better to die. But I know there is no death for me. Because pain – And what am I, if not pain? – has made me eternal.“ – Rosario Castellanos – Lamentación de Dido

Publikumspreis beim Morelia International Film Festival 2017

In Kooperation mit
   

 

 

Wild Roses / Dzikie róze

Mi. 7.3.

19:00   90′

Stadtkino im Künstlerhaus

offizieller Trailer

Karten

Regie: Anna Jadowska
2017 | Polen | Spielfilm | OmeU

Foto: © Antipode Sales

Mütter

Publikumsgespräch mit Regisseurin Anna Jadowska. 


Ewa lebt mit ihren beiden Kindern im polnischen Dorf. Sie fühlt sich einsam, da ihr Mann in Norwegen arbeitet, um die Familie finanziell zu versorgen. Als sie bemerkt, dass sie außerhalb ihrer Ehe schwanger geworden ist, verlässt sie die Familie und das Dorf für einige Zeit, um das Baby heimlich zu entbinden und es zur Adoption freizugeben. Als ihr Mann für die Erstkommunion der Tochter ins Dorf zurückkehrt kommen ihm Gerüchte über eine Affäre zwischen seiner Frau und einem Teenager zu Ohren. Die Beziehung zu ihrem Mann, ihren Kindern und schließlich zu ihr selbst muss neu geordnet werden.

„Eine Geschichte über Weiblichkeit, Mutterschaft und dominierende patriarchale Strukturen. Anna Jadowska kreierte eines der imposantesten Frauen-Portraits des polnischen zeitgenössischen Kinos.“ (culture.pl)

Der Film erhielt beim Cottbus Film Festival 2017 den Ecumenical Jurypreis, beim Stockholm Film Festival den Impact Award sowie den Golden Tapes/Polish Critics Award In Kooperation mit for Best Domestic Film released in 2017.

In Kooperation mit
 

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